Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball: Traumtor durch Mutterstadter Jan-Michael Drese

Dennis Stefan Liebermann (rot) vom Ludwigshafener SC musste nach 60 Minuten vom Platz, der Mutterstadter Confidence Agwaze (Zwei
Dennis Stefan Liebermann (rot) vom Ludwigshafener SC musste nach 60 Minuten vom Platz, der Mutterstadter Confidence Agwaze (Zweiter von rechts) schon nach 55 Minuten.

Der Abwärtstrend des Ludwigshafener SC hält an. Zum Auftakt in die neue Fußball-Bezirksliga-Saison verlor der LSC gestern gegen die FG 08 Mutterstadt mit 0:2 (0:1). Der Landesliga-Absteiger tat sich schwer im Spiel gegen den offensivstarken Gegner. Vor allem ein Spieler sorgte dabei für Aufsehen – Jan-Michael Drese.

Ludwigshafen. Lange mussten die rund 120 Zuschauer auf das erste Tor des Tages warten. Entweder landete ein Schuss der FG am Bein eines Ludwigshafeners oder der Abschluss war zu ungenau. Doch als der Ball dann endlich im Netz zappelte, war die Freude groß. Das war passiert: In der 44. Spielminute gelangt der Ball zu FG-Außenverteidiger Luca Stoye. Der sieht den aufgerückten Jan-Michael Drese und setzt ihn mit einer schönen Flanke in Szene. Was dann folgte war grandios. Drese springt hoch und haut den Ball per Fallrückzieher ins Tor. „Dass man den so trifft, ist zu 50 Prozent Wille und zu 50 Prozent Glück. Aber es war auf jeden Fall gewollt“, freute sich Drese über das Traumtor zum 1:0. „Es war so geplant, dass wir aus dem Mittelfeld die Box besetzen. Das hat schließlich perfekt geklappt“, merkte der FG-Akteur an.

Ludwigshafener SC ohne Zug zum Tor

Das Team von LSC-Trainer Steffen Lang schaffte es nur sehr selten gefährlich vor das Tor von Janik Schäfer. „Wir haben zu wenig gemacht und waren nicht aggressiv genug. Besonders auf die Zentrale haben wir zu wenig Druck ausgeübt“, sagte Lang. Diese Räume nutzte die Mannschaft um FG-Mittelfeldmotor Fevzi Büyüköztürk immer wieder, um Angriffe zu entwickeln. Dennoch musste die Entscheidung, trotz zahlreicher Gelegenheiten, auf sich warten lassen. Der LSC hatte sogar die große Chance auf den Ausgleich, als Schiedsrichter Marco Hirsch auf Freistoß für die Gastgeber entschied. Dennis Leising setzte die Kugel jedoch knapp über das Tor. In der 81. Minute war es dann soweit – die Entscheidung zugunsten der Gäste fiel durch einen Konter. Marco Reithermann schob nach schönem Pass vom eingewechselten David Höll zum 2:0-Endstand ein. „Wir haben lange gebraucht, denn die Chancenauswertung war schlecht“, sagte FG-Trainer Drese: „Wir haben defensiv die Löcher nicht so zugeschoben. Auch wenn der Gegner nicht gefährlich war, wenn einer durchflutscht fällt ein Tor“, meinte Drese. Zu diesen Situationen kam es aber kaum.

Trotz des Sieges läuft noch nicht alles rund

Der Traumtorschütze und Trainersohn Jan-Michael Drese pflichtete seinem Vater bei und sieht ebenfalls noch Stellschrauben im Team, an denen gedreht werden muss. „An der Fitness müssen wir noch arbeiten. Auch an der Taktik gibt es noch Baustellen“, meinte Drese.

So spielten Sie

Ludwigshafener SC: Letzel – Wolfsitter, Fleischer, Al-Bayati, Hildebrandt – Randazzo, Potsis (68. Strub) - Liebermann (60. Napolitano), Leising, Anli – Teke (76. Wittann)

FG 08 Mutterstadt: Schäfer – Stoye, Pankner, Kohlgrüber, Weingarte – Drese (68. Cruz), Büyüköztürk – Agwaze (55. Mujagic), Schott, Reithermann – Schneider (62. Höll)

Tore: 0:1 Drese (44.), 0:2 Reithermann (81.) - Gelbe Karten: Drese, Mujagic - Beste Spieler: Leising – Büyüköztürk, Reithermann, Stoye - Zuschauer: 120 - Schiedsrichter: Hirsch (Landau).

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