LUDWIGSHAFEN
Fußball: Südwest im Derby gegen Ruchheim
Aufsteiger SV Südwest hat eine zweiwöchige Spielpause hinter sich, weil eine Partie ausfiel und das Team danach spielfrei war. „Diese Pause hat uns gutgetan, weil sich unsere angeschlagenen Akteure auskurieren konnten. Der Nachteil ist allerdings, dass Spielpraxis und Rhythmus verloren gegangen sind“, erklärt Südwest-Coach Frank Wieschalla.
Der Trainer hat in den bisherigen drei Partien eine Schwäche bei gegnerischen Standards erkannt. „Gegen Offenbach haben wir jeweils nach Eckbällen zweimal dasselbe Gegentor bekommen“, bemängelt Wieschalla. Deshalb habe er die Staffelung bei ruhenden Bällen verändert.
Dünner Kader
In der Landesliga werde schneller und körperlicher gespielt. Außerdem würden Fehler konsequenter ausgenutzt, weil die Qualität der Spieler deutlich höher sei, hat der Coach erkannt. Ein großes Problem ist der dünne Kader, was dazu geführt hat, dass der bald 45 Jahre alte Wieschalla sich einmal einwechseln musste und ein weiteres Mal auf der Bank saß.
„In der Winterpause wollen wir die Basis verbreitern. Das Glück, wie in der vergangenen Runde keine Verletzten zu haben, hat man nicht immer“, betont der Trainer.
In Ruchheim herrscht Erleichterung nach dem ersten Saisonsieg. „Mit dem 1:0 gegen den bisherigen Tabellenführer Offenbach hat die Mannschaft endlich mal die Früchte für ihren hohen Aufwand geerntet“, freut sich Trainer Tobias Ehrenberg.
Erstklassige Analyse
Einen großen Anteil schreibt der Coach Stefano De Simone zu, der beim SVR für die Gegnerbeobachtung zuständig ist und eine erstklassige Analyse zu den Stärken und Schwächen abgeliefert habe. „Dieser Sieg ist auch für den Kopf sehr wichtig“, ist Ehrenberg überzeugt.
Zur guten Stimmung trägt bei, dass eine Reihe länger verletzt ausgefallener Spieler wie Benedikt Thiel, Patrick Hauptmann und David Vogt wieder dabei sind.
Das Trio wurde gegen Offenbach eingewechselt und feierte jeweils Saisonpremiere. Damit hat Ruchheimer in allen Mannschaftsteilen mehr Alternativen. „Die drei sind zwar wieder dabei, können aber nach langer Pause noch nicht bei 100 Prozent sein. Wir müssen sie behutsam einbauen“, meint der Trainer.