Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball: Fußgönheims Niko Pavic entscheidet mit dem 2:0 Verbandspokalspiel gegen Schifferstadt

Fußgönheims neuer Mittelstürmer Niko Pavic (rechts) behauptet den Ball gegen den starken Schifferstadter Innenverteidiger Tim Na
Fußgönheims neuer Mittelstürmer Niko Pavic (rechts) behauptet den Ball gegen den starken Schifferstadter Innenverteidiger Tim Nagel.

Ein Anfang ist gemacht. Der neuformierte ASV Fußgönheim hat sich mit einem 2:0-Sieg gegen Phönix Schifferstadt für die vierte Verbandspokalrunde qualifiziert. Phönix war über weiteStrecken gleichwertig, der ASV abgeklärter. Viel Arbeit hat Fußgönheims Trainer Ediz Sari dennoch.

Der ASV Fußgönheim führt in einem Duell zweier Verbandsligisten 1:0, die Partie ist umkämpft und noch längst nicht entschieden. Es läuft die 86. Minute. Phönix hat die Abwehr gelockert, will den Ausgleich, will in die Verlängerung. Schifferstadt hat auf Offensive umgeschaltet. Den Freiraum nutzt Talha Demirhan, setzt sich am rechten Flügel prima durch, flankt nach innen, wo Niko Pavic per Direktabnahme im Stile eines Torjägers vollstreckt. Es ist das 2:0 und die Entscheidung.

„Ich habe mich etwas von meinem Gegenspieler abgesetzt, Talha hat das gesehen, mich perfekt bedient, und ich habe den Ball mit vollem Risiko genommen“, schildert Pavic das Tor. In einer ähnlichen Situation zehn Minuten nach der Pause hatte die neue Nummer 9 des ASV nach einer Flanke von Gianluca Mamone Pech gehabt. Pavic traf ebenfalls mit dem ersten Kontakt den rechten Pfosten, den Abpraller donnerte Kapitän Marc Barisic an den linken Pfosten. „Da habe ich gegen die Laufrichtung des Torhüter ein bisschen zu genau gezielt“, erklärt Pavic und kann über das Missgeschick schon wieder etwas schmunzeln.

Wie viele andere Fußgönheimer lässt sich Pavic vom Erfolg gegen den Neuling nicht blenden. „In der zweiten Halbzeit war es viel Kampf. Wir müssen und können noch besser spielen“, verdeutlicht der Polizist. Das gelte auch für ihn selbst, da ihm die Spielpraxis noch fehle. „Beim ASV fühle ich mich wohl, zumal ich mit den meisten Spielern auf vorherigen Stationen schon einmal zusammengespielt habe“, blickt Pavic zurück.

Gutermann bestimmt das Spiel von Phönix

Die Anfangsphase gehört dem sehr druckvoll nach vorne spielenden ASV. Zweimal, jeweils nach Eckbällen von Nauwid Amiri, wurden Kopfbälle von Pavic (3.) und Gökhan Dogan (7.) von der Phönix-Abwehr von der Linie gekratzt. Nach guten 15 Minuten ließen die Fußgönheimer nach, die Aktionen wurden zerfahrener, es wurde zu viel Klein-klein gespielt, der Faden riss.

Die Gäste erarbeiteten sich immer mehr Spielanteile und kamen besser zur Geltung. Hauptverantwortlich dafür war Jan Gutermann, der reihenweise gute Pässe schlug, blendende Technik, Übersicht und Spielwitz verriet. Just in einer starken Phase von Phönix schlug der ASV zu. Torwart Kevin Schuster klärte gegen Pavic zwar an der Strafraumgrenze, doch dann traf Barisic mit einem gekonnten Heber (39.). Die beste Chance für Schifferstadt hatte auf Vorarbeit von Gutermann und Lucas Fiederer Niko Matios. Doch seine Kopfballbogenlampe entschärfte Michael Hirschmann mit einer sensationellen Parade (42.).

Die zweite Halbzeit war geprägt von vielen Unterbrechungen, fehlendem Spielfluss und Stockfehlern. Die größte Chance zum Ausgleich ließ David Gerner auf Zuspiel Gutermanns aus, als er den Ball mit seinem schwächeren rechten Fuß am langen Eck vorbeischoss (60.). „Das nehme ich auf meine Kappe, den muss ich machen“, räumte Gerner ein. Sein Trainer Michael Drese war mit dem Auftritt nicht unzufrieden: „Anfangs hatten wir zu viel Respekt, danach war die Partie ausgeglichen.“ ASV-Coach Ediz Sari sagte: „Die Verletzung Imres hat zu einem Bruch im Spiel geführt. Dennoch müssen wir früher das 2:0 machen. Ich bin froh über den Sieg, aber wir müssen uns steigern.“

So spielten sie

ASV Fußgönheim: Hirschmann - Mamone, Dogan, Berrafato, Lee - Dominik Jolic (80. Paxe), Imre (20. Barisic), Heil - Demirhan (88. Caglayan), Pavic, Amiri (74. Koc)

Phönix Schifferstadt: Schuster - Fiederer, Nagel, Matios, Krause - Hübner - Fetzer, Tuna (57. Andrijanic), Gutermann, Sonko (79. Noll) - Gerner

Tore: 1:0 Barisic (39.), 2:0 Pavic (86.) - Gelbe Karten: Heil, Pavic, Barisic - Hübner, Fetzer, Gutermann - Beste Spieler: Hirschmann, Heil, Berrafato - Gutermann, Nagel, Matios - Zuschauer: 310 - Schiedsrichter: Ikanovic (Erlenbach).

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