Vor der Saison RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball-Bezirksligist ASV Fußgönheim ist im Umbruch

Bereits in Dirmstein ein erfolgreiches Trainerduo: Thomas Gomola (links) und Dennis Pfeiffer.
Bereits in Dirmstein ein erfolgreiches Trainerduo: Thomas Gomola (links) und Dennis Pfeiffer.

Nach mehreren schlechten Jahren, verbunden mit zwei Abstiegen in Folge, will der ASV Fußgönheim in der Fußball-Bezirksliga wieder Boden unter die Füße bekommen. Der Umbruch läuft.

Dass zwei Trainer gleichberechtigt sind und sich die Aufgaben eines Übungsleiter teilen, ist keine Seltenheit. In Mutterstadt agieren Kevin Selzer und Marco Malizia seit Jahren sehr erfolgreich und auch das frühere Duo des ASV Maxdorf, Thomas Gomola und Stephan Mehlem, war lange Zeit eine feste Größe, stand für Bodenständigkeit und Kontinuität. Der 40-jährige Gomola ist jetzt auch in Fußgönheim wieder Teil eines Trainergespanns. Sein Kompagnon ist Dennis Pfeiffer (38), mit dem er bereits beim TuS Dirmstein ein Duo bildete, das mit seiner Mannschaft im Mai in die Bezirksliga aufstieg.

Die beiden Coaches verbindet aber nicht nur die Trainertätigkeit, sondern auch familiäre Bande. Gomola ist seit der Hochzeit mit Pfeiffers Schwester dessen Schwager. Und nicht nur das, die Trainer wohnen mit ihren Familien in Oppau im selben Haus. Da sind die Wege kurz. Der zweifache Vater Pfeiffer arbeitet als Versicherungskaufmann im Firmengeschäft. Gomola, der eine Tochter hat, ist Qualitätsmanager bei einem großen Unternehmen. „Wir verstehen uns prima und haben öfter die Gelegenheit, uns persönlich über Dinge, die die Mannschaft anbelangen, auszutauschen“, beschreibt Pfeiffer die Vorteile der nicht alltäglichen Konstellation.

Viele neue Akteure

Die Aufgabe in Fußgönheim ist anspruchsvoll. „Es ist ein kompletter Umbruch, den wir moderieren müssen“, weiß Gomola. Der Kader umfasst 23 Akteure, von denen nur vier bereits in der vergangenen Runde das schwarz-weiße Trikot getragen haben. Der Rest ist neu oder kehrt zum ASV zurück wie beispielsweise Daniel Fichtner, der in zwei Jahren 41 Oberligaspiele für den FC Arminia bestritt, oder Linksfuß Manuel Schieß. „Die Mannschaft hat viel Qualität, muss sich aber erst noch einspielen. Unsere Hauptaufgabe ist es, die Jungs zu einem funktionierenden Team zusammenzuschweißen, das sich mit dem ASV identifiziert“, erklärt Pfeiffer.

Deswegen ist das Trainerduo auch zurückhaltend, was das Saisonziel anbelangt, das man nicht an einem Tabellenplatz festmachen wolle. „Ganz wichtig ist, die hohe Fluktuation einzudämmen, die Verweildauer der Spieler beim Klub zu erhöhen. Dazu sind Stabilität, Kontinuität und Nachhaltigkeit nötig“, betonen die beiden Übungsleiter unisono. Deswegen lassen sie sich Zeit, den Kapitän zu benennen. Ein weiterer relevanter Punkt ist das Kennenlernen der Liga und der gegnerischen Mannschaften. „Thomas und ich waren zwar in der Liga schon tätig, aber das ist über zwei Jahre her“, verdeutlicht Pfeiffer mit Blick auf seine Tätigkeit in Oppau.

„Tolle Infrastruktur“

Schaut man sich den Kader an, dann findet man dort reihenweise Spieler, die mindestens Bezirksliga-erfahren sind, teilweise aber auch schon wesentlich höher gekickt haben, wie etwa Linksverteidiger Jannik Said, der wie Fichtner in der Oberliga aufgelaufen ist. „Acht Akteure sind aus Dirmstein gekommen, drei aus Mutterstadt, jeweils zwei vom LSC und Wormatia Worms II“, informiert Gomola. Hinzu kommt einer vom ESV und einer aus Edigheim. Torwart Maximilian Mohr, den Gomola aus gemeinsamen Tagen in Maxdorf kennt, wurde reaktiviert. „Viele der Jungs kennen sich, sind teilweise miteinander befreundet“, ergänzt Pfeiffer, der alle Positionen doppelt besetzt sieht.

Die beiden Trainer heben die tolle Infrastruktur mit einem Kunst- und einem Naturrasen sowie einem modernen Funktionstrakt hervor, ebenso wie der große Kreis derer, die sich hinter dem Team um andere Belange kümmert. „Mit Franco De Simone und Giuseppe Vitale für den sportlichen Bereich, dem Vorsitzenden Stefan Wehe und Geschäftsführer Steffen Euler sind wir gut und strukturiert aufgestellt“, verdeutlicht Pfeiffer.

Kampf um Stammplätze

Die Mannschaft ziehe prima mit und habe eine hohe Eigenmotivation. Die sei auch nötig, denn der Kampf um die Stammplätze sei entbrannt, jeder müsse bei der großen Konkurrenz Gas geben, wenn er in der Startformation stehen wolle.

Nach den ersten Eindrücken fühle sich das Team beileibe nicht wie ein zusammengewürfelter Haufen an. „Wir haben nach dem Training auf dem Gelände gemeinsam EM-Spiele geschaut“, nennt Gomola ein Indiz dafür, dass das Zusammenführen der verschiedenen Charaktere erste Früchte trägt. Da nimmt man auch in Kauf, dass die Coaches gerne mehr Zeit für die Feinjustierung hätten.

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