Handball
Friesenheim-Hochdorf rechtzeitig vor Derby wieder in Schwung
Die Erleichterung war groß. Genau fünf Wochen nach dem letzten Sieg durften die Akteure der mHSG Friesenheim-Hochdorf wieder jubeln. So lagen sich die Schützlinge von Cheftrainer Gabriel Schmiedt in den Armen und hüpften im Kreis. Gegen die HSG Pohlheim, den Aufsteiger aus der Oberliga Hessen, ließen sie nichts anbrennen und zeigten diesmal die vom Trainer geforderte Einstellung und Moral. „Ich habe keine Probleme damit, dass wir die letzten drei Spiele verloren haben, mir geht es um die Art und Weise, deshalb habe ich den Jungs gesagt, was ich heute erwarte“, sagte der gebürtige Slowake Schmiedt.
Aggressiv in der Defensive, aber auch geduldig im Angriffsspiel ließ die Spielgemeinschaft die Gäste aus Hessen nicht ins Spiel kommen. Dabei profitierten sie auch davon, dass Roko Peribonio nach seiner Erkrankung wieder zwischen den Pfosten stand. Der gebürtige Kroate stand wie ein Fels in der Brandung hinter der Abwehr und raubte frühzeitig den Gästen den Nerv. Stark seine Parade beim Gegenstoß seines früheren Mannschaftskameraden bei den Eulen Ludwigshafen, Stefan Lex, in der 15. Minute. Im Gegenzug traf Malte Dorra per Siebenmeter zum 7:4. Pohlheim fand zu keiner Phase ein Mittel gegen die äußerst engagierte junge Heimmannschaft, deren Akteure zum Teil erst fünf Partien in der dritthöchsten Spielklasse bestritten haben und denen darum in manchen Situationen die Erfahrung und auch nötige Cleverness fehlte.
Gerdon nach langer Verletzungspause zurück
Da war Cheftrainer Schmiedt froh, dass Linkshänder Marvin Gerdon nach monatelanger Verletzungspause wieder zurückkehrte. Besonders Kapitän Niko Sorda profitierte von den Pässen des erfahrenen Linkshänders. So war der Kreisläufer zu keinem Zeitpunkt vor dem gegnerischen Tor zu bremsen. „Es hat heute mit Marvin richtig Spaß gemacht. Dass es so gut lief, nachdem er lange gefehlt hatte, damit hatte ich nicht gerechnet“, meinte der Kapitän. Er strahlte am Ende. „Die Abwehr stand diesmal stabil und Roko hatte wieder einen guten Tag. Der Sieg tut uns gut.“
Diesmal nur wenige Schwächephasen
Es gab diesmal nur wenige Schwächephasen. In blendender Form präsentierte sich die Mannschaft, bei der Mihailo Illic wieder über 60 Minuten auf der Platte stand, in den ersten 20 Minuten der zweiten Hälfte, als die mHSG sich gar mit bis zu acht Toren zum 23:15 (46.) absetzen konnte. „Ich wusste, dass die Jungs das können, sie müssen sich nur an das Konzept halten, dazu entschlossen und mit Mut auftreten“, sagte Trainer Schmiedt. „Uns fehlt als junger Mannschaft noch die Konstanz, aber ich bin sicher, das wird von Spiel zu Spiel besser.“
Damit meinte er auch die Schlussphase, als Pohlheim noch einmal auf drei Tore zum 27:24 herankam. Aber daran änderte sich nicht mehr viel. Patrick Friedmann mit einem Doppelschlag vom linken Flügel und Marvin Gerdon mit einem Tempogegenstoß sorgten für den Schlusspunkt zum 30:24. „30 Tore, das ist ganz ordentlich, aber wir hätten schon früher den Sack zumachen müssen“, meinte Kapitän Sorda. Mit dem Sieg im Rücken geht es aber in jedem Fall am kommenden Freitagabend „etwas befreiter“ zum Derby nach Mundenheim.