Handball
Friesenheim-Hochdorf feiert wichtigen Sieg gegen Dutenhofen-Münchholzhausen
Die erste Überraschung präsentierte mHSG-Trainer Gabriel Schmiedt schon vor dem Anpfiff. Obwohl die Eulen Ludwigshafen zeitgleich um Zweitligapunkte kämpften, konnte er in der wichtigen Begegnung gleich zwei Akteure aus dem Eulen-Kader aufbieten. Dabei ist Max Neuhaus ja schon ein alter Bekannter im Hochdorfer Sportzentrum, war mit sieben Treffern nicht nur erfolgreichster Torschütze, sondern auch Taktgeber in den Angriffen der Gastgeber. „Ich wurde gefragt, ob ich helfen kann, und nachdem es für beide Trainer in Ordnung war, habe ich gerne hier gespielt. Zumal jeder wusste, dass es heute ein enorm wichtiges Spiel für die mHSG ist“, erklärte er den Auftritt im TVH-Sportzentrum und nicht in der wenige Kilometer Luftlinie entfernten Eberthalle.
Und Neuhaus hatte eine weitere Verstärkung mitgebracht. Nach seinem Bänderriss Mitte Februar gab Sergej Gorpishin sein Comeback ebenfalls im Trikot der Spielgemeinschaft. Vor allem im Abwehrverbund ein wichtiger Mosaikstein zum Erfolg, war an der Seite von Timo Heuft und Neuhaus Garant für die gute Deckungsarbeit. „Mit ihm an der Seite war es in der Abwehr auch für mich leichter“, bekannte Neuhaus, der sich freute, zumindest einen Trainingspartner mit bekannten Abläufen neben sich zu haben. Die Deckungsformation, die so noch nie zusammen auf dem Feld stand, funktionierte trotzdem und erleichterte damit auch Torhüter Roko Peribonio die Arbeit deutlich.
Starke 15 Minuten vor der Pause
Das dauerte allerdings ein paar Minuten. Genau genommen waren es 14. Da hatten die Gäste mit ihrem Tempo zunächst Vorteile, kamen immer wieder über Tim Rüdiger zu leichten Treffen und lagen zu diesem Zeitpunkt mit 7:6 in Führung. „Ganz haben wir Tim Rüdiger nie in den Griff bekommen“, war Neuhaus selbstkritisch, verwies auf die zehn Treffer des stärksten Feldtorschützen der Liga. Aber es wurde besser. Bis zur 26. Minute gingen die Gastgeber mit 13:7 in Führung, erlaubten fast eine Viertelstunde lang keinen weiteren Gegentreffer. „Aus meiner Sicht hat diese Phase das Spiel entschieden“, erklärte Schmiedt. Zumal seine Mannschaft vier Tore des Vorsprungs mit in die Pause nahm.
Die Zuschauer erlebten nach dem Seitenwechsel ein völlig anderes Spiel, die Abwehrreihen gewannen mehr die Oberhand. Aber auch da hatten die Gastgeber Vorteile – und einen Peribonio mit 15 Paraden als Lebensversicherung. Er war gerade in den entscheidenden Situationen zur Stelle. Beispielsweise als Simon Belter per Siebenmeter die Chance hatte, den Rückstand der Gäste auf 21:22 zu verkürzen. Peribonio hielt den Ball und damit letztlich auch den Sieg fest. „Bis auf ein, zwei Situationen hatten wir die zweite Hälfte gut im Griff“, lobte Schmiedt. Ganz zufrieden war er trotzdem nicht, denn mit dem letzten Angriff vergab seine Mannschaft die Chance, auch den direkten Vergleich gegen die Mittelhessen für sich zu entscheiden. „Aber das ist letztlich auch egal. Vor allem der Sieg war wichtig“, so Schmiedt.