Handball
Friesenheim-Hochdorf entscheidet Derby gegen VTV Mundenheim für sich
Am Ende hüpften die Gastgeber Arm in Arm. Die Erleichterung war bei den Akteuren der mHSG Friesenheim-Hochdorf groß. Mit einem hart umkämpften 24:21 (9:8)-Erfolg im Pfalzderby gegen den Ligarivalen VTV Mundenheim wahrten die Schützlinge von Cheftrainer Gabriel Schmied ihre Chancen im Kampf um den Ligaverbleib. Sie zeigten sich in der Schlussphase abgeklärter, während bei den Gästen mit zunehmender Spieldauer, die Zahl der technischen Fehler zunahmen und auch die Chancen nicht mehr so souverän herausgespielt wurden. „Wir hatten uns einige Dinge anders vorgestellt, es aber nicht geschafft, das auf die Platte zu bringen. Im Endeffekt müssen wir uns an die eigene Nase fassen, wir haben mehr Chancen vermasselt, und auch mehr technische Fehler als der Gegner verursacht“, meinte VTV-Trainer Steffen Schneider.
In der 45. Minute traf Simon Schwarz in Überzahl gegen den von der Auswechselbank hereinstürmenden VTV-Torhüter Nico Klein zum 19:16. Trainer Schneider legte sofort die Grüne Karte zur Auszeit auf den Tisch, um seine Mannschaft neu einzustellen. Mit Erfolg: Mundenheim verkürzte durch Bastian Schleidweiler auf 18:19 und hielt die Partie weiter offen. Im Gegenzug erhöhte Malte Dorra mit einem Siebenmeter auf 20:18. Als dann der überragende HSG-Torwart Roko Peribonio auch den dritten Siebenmeter, diesmal gegen Yannik Treiber, parierte und Enes Keskic mit einem Gegenstoß zum 21:18 traf, war der Bann gebrochen. Mundenheim wirkte müde, hatte auch in der Defensive nach einem über weiten Strecken starken Auftritt nichts mehr entgegenzusetzen. Als der Ex-Mundenheimer Yannik Muth mit seinem vierten Treffer zum 24:20 traf, war die Entscheidung gefallen.
Ligaverbleib für beide Teams noch drin
Mit der Niederlage in Hochdorf verpassten die Hornissen die vorzeitige Möglichkeit, sich aus der Abstiegszone abzusetzen. Dementsprechend groß war die Enttäuschung beim Aufsteiger. Auch deshalb, weil die VTV im direkten Vergleich das Nachsehen haben werden. Das Hinspiel gewann Mundenheim mit zwei Toren Differenz. „Das tut uns besonders weh“, sagte Schneider. Trotzdem haben es beide Teams in den verbleibenden Spielen in der Hand, aus eigener Kraft den Ligaverbleib zu schaffen.
Die Partie war – wie erwartet – vom Kampf und von Emotionen geprägt. Immerhin kamen mehr als 500 Zuschauer in die Halle und feuerten ihre Teams an. Auf dem Spielfeld waren es Kleinigkeiten, die diesmal den Unterschied ausmachten. „Das hatten wir auch erwartet, aber unsere Mannschaft hat die Drucksituation gut gelöst und auch verdient die beiden Punkte geholt“, sagte HSG-Co-Trainer Martin Buschsieper, der besonders den Innenblock mit Mihailo Illic und Niko Sorda hervorhob. Dazu gehörte diesmal auch, Timo Heuf (35), zuletzt Spielertrainer bei TuS Griesheim. Der Abwehrspezialist, der in der Jugend bei der TSG Friesenheim am Ball war, warf in der Schlussphase in der Defensive seine Erfahrung in die Waagschale, während Yannik Muth als Spielmacher gegen seinen früheren Verein überzeugte.