Mannheim
Franklin: Günstiger Wohnraum mit guter Nachbarschaft
Denn die Preise für die Kaltmiete beginnen hier bei 7,50 Euro pro Quadratmeter. Bei den restlichen 109 frei finanzierten Wohnungen liegen diese dagegen bei bis zu 13 Euro. Darunter sind auch 20 Mietreihenhäuser. 900 Mieter sind bereits eingezogen, und die hatten nun bei der Eröffnung eines Nachbarschaftstreffs für Senioren sowie eines Kundencenters Grund zum Feiern.
Die ersten Wohnungen des Projekts sind 2020 bezogen worden. 2021 wurden weitere 99 Wohnungen fertiggestellt. 2023 kamen noch einmal 91 Wohnungen dazu. Die Investitionssumme lag den Angaben zufolge bei rund 70 Millionen Euro. Gebaut wurden in den vier- bis fünfgeschossigen Gebäuden mit den markanten „westfälischen“ Klinkerfassaden vor allem Zwei- und Dreizimmerwohnungen. Sie richten sich an Ein- bis Vierpersonenhaushalte für Menschen jeden Alters und verschiedener Lebenssituationen, wie es heißt.
Moderne Standards in allen Wohnungen
„Alle Wohnungen in den Mehrfamilienhäusern sind zu 100 Prozent vermietet“, betonte Sahle-Bereichsleiterin Cornelia Daume. Am 1. Dezember seien die letzten Wohnungen des dritten Bauabschnitts bezugsfertig, kündigte sie an. Alle Wohnungen erfüllen demnach die zeitgemäßen Standards an Komfort und Energieeffizienz. Geheizt wird mit Fernwärme. In Tiefgaragen stehen insgesamt 220 Stellplätze zur Verfügung. „Der geförderte Wohnungsbau hat Tradition bei Sahle“, sagte Daume. Sahle Wohnen sei ein Familienunternehmen in dritter Generation und feiere in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag. Gebaut werde nur zur Vermietung und nicht zum Verkauf.
Bundesweit verfüge das Unternehmen über rund 23.000 Wohnungen für alle Zielgruppen, insbesondere auch für Senioren. Im Jahr 2000 habe Sahle dafür die gemeinnützige Dienstleistungsgesellschaft „Parea“ ins Leben gerufen. Diese biete für Sahle an bestimmten Orten auch Seniorenwohnungen mit Betreuung an, erläuterte Daume. In Mannheim sei das aber nicht der Fall. Zumindest aber gibt es nun in einer der neuen Wohnungen einen „Parea“-Nachbarschaftstreff.
Bauvorhaben auch in Ludwigshafen denkbar
Eine Mitarbeiterin kümmert sich dort künftig um die Pflege der Mieter-Gemeinschaft. „Die Menschen sollen sich in der Nachbarschaft wohlfühlen. Das sorgt in den Häusern für längeres Wohnen und Stabilität“, wovon letztlich auch das Unternehmen selbst profitiere, wie Daume sagte. Zum Tag der offenen Tür mit der Eröffnungsfeier des Nachbarschaftstreffs, des in der Nachbarwohnung angesiedelten Kundencenters und auch noch gleich des 60. Firmengeburtstags ist aus dem Sahle-Heimatort Greven neben Daume auch „Parea“-Geschäftsführer Thorsten Seelig nach Franklin gekommen. „Parea ist griechisch und bedeutet ,miteinander’. Genau darum geht es hier“, sagte der. „Sie können selbst bestimmen, was in dem Gemeinschaftsraum passieren soll“, lud er alle Mieter zur aktiven Beteiligung ein. Laut Daume baut Sahle Wohnen derzeit auch ein Projekt in Mainz. Ein Wohnbauvorhaben in Ludwigshafen sei ebenso denkbar. Dafür müsse nur ein geeignetes Grundstück gefunden werden, machte sie klar.