Ludwigshafen Frühling zum Umtopfen nutzen
Der Frühling lädt mit den ersten warmen Sonnenstrahlen die Menschen zur Gestaltung von Terrassen und Balkonen ein. Viele haben im Herbst ihre Pflanzen zum Überwintern ins Haus geholt, nun können sie endlich wieder ins Freie.
Bevor man die Pflanzen jetzt aber einfach raus in den Hof oder in den Garten stellt, sollte man zuerst einen kritischen Blick auf sie werfen, raten die Floristinnen Daniela Pinno und Manuela Gimmy von „Unverblümt“ in Dannstadt-Schauernheim. Im Frühling sei der Zeitpunkt günstig, Gewächse zurückzuschneiden oder umzutopfen. „Die Pflanzen brauchen einen neuen Topf, wenn die Erde stark durchwurzelt ist oder Wurzeln aus dem Topf herauswachsen“, erklärt Gimmy. Das neue Pflanzgefäß sollte dann etwa ein bis zwei Nummern größer sein als der alte Topf und Löcher zum Ablauf des überschüssigen Wassers haben, damit Staunässe verhindert wird. Dies ist gerade für Terrassen oder Balkonpflanzen wichtig, da diese im Regen schon mal größeren Wassermengen ausgesetzt sind. „Über die Löcher einfach Scherben alter Töpfe legen, damit verhindert man, dass die Wurzeln diese beim Wachsen verschließen“, erinnert Gimmy an einen Trick, den schon die Großmütter kannten. „Wichtig ist beim Umtopfen, dass der Wurzelballen aufgelockert wird“, fügt Pinno hinzu. „Einfach mit einer Gartenschere ein paar Mal durch den Wurzelballen kratzen“. Dadurch würden die Wurzeln in der neuen Erde leichter anwachsen. Außerdem sollte die neue Erde gut angedrückt werden, damit die Wurzeln wieder Halt finden. In puncto Erde sei es ratsam, im Fachhandel erhältliche sortenspezifische Erde zu verwenden. „Sie ist mit ihrem Säuregehalt auf die jeweilige Pflanze eingestellt“, erklärt Gimmy. Sofern die Erde noch nicht mit Dünger angereichert ist, sollte man das Düngen nicht vergessen. Bei Pflanzen, die schnell zum Wachsen und Blühen angeregt werden sollen, wie zum Beispiel jene für Balkonkästen, kann man Flüssigdünger verwenden. Bei langlebigen Pflanzen ist eher Langzeitdünger gefragt, den es ebenfalls wieder sortenspezifisch im Fachhandel gibt. „Dort kann man auch mal nach organischen Düngern fragen. Sie sind nachhaltiger für die Böden“, erklärt Gimmy. Beim Umtopfen sind auch alte Blätter und Blüten sowie tote Zweige zu entfernen. Ebenso steht das Zurückschneiden an. „Immer oberhalb einer Blattachse abschneiden, da sich hier die schlafenden Triebe befinden, die dann neu ausschlagen“, erklärt Pinno. Dabei gelte es auch in Bezug auf Schädlingsbefall einen kritischen Blick auf die Pflanze zu werfen: „Sonst können die sich ganz schnell auf die anderen Pflanzen auf Terrasse oder Balkon ausbreiten.“ Nach dem Umtopfen sollte man das Angießen nicht vergessen. „Und zwar kräftig, nicht nur einen kleinen Schuss“, mahnt Gimmy. „Einen Gießrand im Topf lassen“, ergänzt Pinno: „Und die Erde sollte nicht mit dem Topfrand abschließen, sondern gut einen Fingerbreit darunter.“ Falls im Frühling dann doch noch einmal kältere Nächte drohen, kann man die Pflanzen mit Folien sicher schützen. |acl