Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Fechten: TSG Friesenheim gewinnt „Mainzer Rad“ im Degenfechten

Moral gezeigt: Sonja Tippelt, Carolin Breitwieser, Renate Alles und Daniel Plaga gewinnen das Mixed-Turnier „Mainzer Rad“.  Foto
Moral gezeigt: Sonja Tippelt, Carolin Breitwieser, Renate Alles und Daniel Plaga gewinnen das Mixed-Turnier »Mainzer Rad«.

Für die Degenfechter der TSG Friesenheim hat es beim Mixed-Mannschaftsturnier „Mainzer Rad“ bis zum Schluss nicht so ausgesehen, als ob das Team Platz eins erreichen könnte, da es bereits den Auftakt gegen die TG Mainz-Gonsenheim verloren hatte. Doch die TSG gab nicht auf und profitierte davon, dass der Gastgeber im letzten Mannschaftskampf Nerven zeigte.

Bei der 16. Auflage des Mixed-Turniers trat die TSG-Degenmannschaft in der Besetzung Renate Alles, Carolin Breitwieser, Sonja Tippelt und Daniel Plaga an. Das Team war das einzige im Feld, in dem mehr Damen als Männer fochten. Im Modus „Jeder gegen jeden“ trafen die Friesenheimer zuerst auf die TG Mainz-Gonsenheim.

Aus dem anfänglichen 7:10-Rückstand machte Sonja Tippelt eine 15:14-Führung. Der nächste Kampf verlief ausgeglichen (20:19), bis sich die Eulen absetzen konnten (25:21). Doch die TGM-Fechter kamen zurück (30:29), und das auch noch ein zweites Mal. Als die „Roten“ erneut mit vier Treffern führten (40:36), gaben sie den sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand. Sie verloren in der Verlängerung 42:43.

„Nach dem Gefecht waren wir kurz demoralisiert“, kommentiert Plaga. „Aber ich habe erlebt, warum das TSG-Damenteam so gut ist. Aufgeben gibt’s da nicht.“ Die Mannschaft ging in den nächsten Duellen konsequenter mit ihren Chancen um. Sie besiegte den KHC Bad Kreuznach 45:37 und den HC Bad Dürkheim 45:28. Das Schlussgefecht gegen Speyer wurde zu einer echten Bewährungsprobe. Nach sechs von neun Kämpfen lag die TSG 30:29 in Front. Diesmal blieb das Friesenheimer Team allerdings fehlerfrei und ließ seinen Gegner nicht mehr ausgleichen. Breitwieser erhöhte erst auf 35:32, dann baute Plaga den Vorsprung auf sechs Punkte aus (40:34). Renate Alles brachte den Sieg mit 45:40 über die Ziellinie. Doch das Beste kam erst noch.

Das Trefferverhältnis gibt den Ausschlag

Auf den letzten Metern des Turniers verlor Mainz-Gonsenheim gegen Bad Kreuznach unerwartet 40:45. Damit hatten diese beiden Teams und Friesenheim jeweils drei Gefechte gewonnen und eins verloren. Für die Eulen zahlte sich aus, dass sie nach dem Dämpfer zum Auftakt konsequent weitergemacht hatten. Denn von den drei Anwärtern auf den Titel hatten sie das beste Trefferverhältnis (+29) und holten sich damit den Turniersieg. Überraschungs-Zweiter wurde Bad Kreuznach. Auf dem dritten Platz landete Mainz-Gonsenheim. Platz vier sicherte sich der HC Bad Dürkheim mit Friesenheimer Beteiligung. Cédric Tippelt hatte mit zwei anderen Nachwuchsfechtern aus der Kurstadt das jüngste Team gestellt und sich teuer verkauft. Zweimal waren die drei Jungs mit nur einem Treffer unterlegen. Gegen Speyer, das Fünfter wurden, hatten sie gewonnen.

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