Fußball Favoritenrolle liegt klar bei der FG 08 Mutterstadt
Zum Auftakt gegen den VfB Haßloch siegte die FG mit 3:0. „Die ersten 20 Minuten waren gut. Da haben wir den Ball prima laufen lassen. Danach aber wurden nicht mehr alle notwendigen Wege gemacht und Haßloch hatte zwei gute Chancen“, analysiert Marco Malizia, der mit Kevin Selzer ein Trainerduo bildet. Nach dem Wechsel fand Mutterstadt den Faden wieder. Dennoch sei eine Steigerung nötig.
Drei neue Spieler kamen zum Einsatz. Torwart Tim Neumeister wusste mit überragendem Stellungsspiel und einigen guten Aktionen zu gefallen. Niklas Wiegand, in der vorigen Saison die unangefochtene Nummer eins der FG, hatte sich im Training einen Außenbandriss zugezogen. „Lucas Franzreb braucht wenige Chancen. Mit einem Treffer, einer Vorlage und einem Abseitstor hat er seine Qualitäten nachgewiesen“, freut sich Malizia über den Torriecher des Ex-Haßlochers. Batuhan Topal schließlich, der zu seinem Jugendverein zurückgekehrt ist, hat gleich mal 90 Minuten mitgewirkt und auf der Acht überzeugt.
Weindel entscheidender Mann
Beim Pokalspiel in Altrip haben die Nullachter ordentlich rotiert und gegenüber dem Haßloch-Spiel sechs neue Leute in die Startelf gebracht. „Das war kein gutes Spiel von uns, auch weil wir nicht richtig dagegengehalten haben“, moniert Selzer. Letztlich rettete Maximilian Weindel den Favoriten. Der 21-Jährige bestritt in der vorigen Runde keines seiner 20 Spiele über 90 Minuten. In Altrip erzielte er spät das 4:4, schoss zudem den entscheidenden Strafstoß im Elfmeterschießen und stand sogar 120 Minuten auf dem Feld.
Der BSC Oppau hat sowohl in der Liga (2:5 gegen Freinsheim) als auch im Pokal (1:5 gegen den LSC) verloren und jeweils fünf Gegentore eingesteckt. „Gegen Freinsheim haben wir einen gebrauchten Tag erwischt, auch wenn der Gegner eine erstklassige Chancenverwertung hatte“, blickt Trainer André Werz zurück. Die neue Mannschaft müsse sich erst finden, aber dann schleunigst die Deckung dicht bekommen. Der Coach weiß, dass dies nicht zu lange dauern darf. „Vordringlichste Aufgabe ist, das Tor wieder mit allem, was wir haben verteidigen zu wollen. Dies hat uns in der Rückrunde der vergangenen Saison stark gemacht.“
Das Team gibt nie auf
Positiv ist hingegen, dass die Mannschaft auch bei Rückständen nicht aufgibt und immer um eine Resultatsverbesserung bemüht ist. Von den drei gegen Freinsheim eingesetzten neuen Akteuren hinterließ Justin Capizzi nicht nur wegen seines Tores den nachhaltigsten Eindruck. Der ehemalige Oggersheimer erwies sich als belebendes Element im offensivem Mittelfeld. Trotzdem haben die Oppauer wohl nur eine Chance, in der Liga zu bleiben, wenn die Leistungsträger möglichst häufig zur Verfügung stehen.
„In Mutterstadt sieht es wieder ein bisschen besser für uns aus“, atmet Werz auf. Da kehren Dominque Golab, Arigon Zejnullahi und die gegen den LSC fehlenden Daniel Jacob und Lars von Bohr in den Kader zurück. „Dafür klagen Damian Queva und Sebastian Jankovic über Knieprobleme“, informiert Werz. Robin Hetterich muss sich derzeit wegen Schmerzen an der Patellasehnen mit Kurzeinsätzen zufrieden geben.