Ludwigshafen Fantastisch vertonte Erzählungen

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Dannstadt-Schauernheim. „Erzähl mir was...“ lautete das Motto des Jahreskonzertes des Musikvereins Harmonie im ausverkauften Zentrum Alte Schule. Und es gab viel zu erzählen: in eine fantastische Geschichte eingebettete Musikstücke sowie Musiker oder Stücke, die selbst etwas zu erzählen hatten. Alles verpackt in viel Spaß an Musik und gute Laune, die schnell auch das Publikum erfasste.

Den Auftakt des Abends machte aber zunächst einmal der Vereins-Nachwuchs. Souverän moderiert von einem Jung-Musiker präsentierte das Jugendorchester „Fun, fun, fun“, „My heart will go on“, „Give up the funk“ und „A song for you“ und wurde dafür mit viel Applaus belohnt. Das Harmonie-Orchester setzte das Programm dann mit einer vom Dirigenten erzählten fantastischen Geschichte von „Onkel Manfred“ fort, zu der die jeweils passenden Musikstücke gespielt wurden. Da kam die „Leichte Kavallerie“ klanglich gar nicht so leicht daher und sorgte für die ersten „Bravo-Rufe“ aus dem Publikum. Dass Märsche nicht nur altbacken sind, bewies die Kapelle dann mit dem „Maxglaner Zigeunermarsch reloaded“. Dann ging es mit dem orientalisch-anmutenden „Imagesy“ von Thiemo Kraas in die Wüste, illustriert mit einem „Sternenhimmel“ an der Decke des Zentrums Alte Schule. Beim Erzählen der Handlung konnten sich weder Lastein noch die Musiker des Öfteren kaum das Lachen verkneifen, da in den Geschichten die eine oder andere Anspielung auf Erlebnisse innerhalb der Kapelle anklang. „Wir haben hier oben viel Spaß, ich hoffe Sie auch“, sagte Lastein lachend. Das klanggewaltige „Also sprach Zarathustra“ läutete den zweiten Teil des Abends mit erzählenden Stücken und Musikern ein. Erzählen durften aber auch Kinder der Kindertagesstätte St. Michael, die von Sebastian Lastein und Schlagzeuger Sven Bischof im Vorfeld besucht worden waren, um ihre Berichte von der Arche Noah zu hören. Dem Publikum wurde das Ganze in Form eines Films präsentiert und sorgte für viel Schmunzeln und Gelächter. Musikalisch erzählte dann das Orchester „seine“ Version von „Noah’s Ark“, zu der am Schluss Kinder als Tiere verkleidet paarweise vor die Bühne traten. Eine ganz eigene Geschichte erzählte Saxofonist Florian Schüly – ganz lässig mit Sonnenbrille –, der virtuos den Solopart bei „Scaramouche Braziliera“ meisterte und dafür „Bravo-Rufe“ von den Zuhörern erhielt. Zum Abschluss wurde es dann mit „Arabesque“ noch einmal orientalisch, wobei die Schlagzeuger einmal mehr ihr vielseitiges Können unter Beweis stellen konnten. Abschließend erzählte Harmonie-Vorsitzende Stella Böhme noch, wie Dirigent Sebastian Lastein es schafft, mittels erzählter Geschichten und Bildern aus seinen Musikern immer wieder etwas Neues herauszuholen, wie eben bei den Schlagzeugern, bei denen mit einer anschaulichen Geschichte aus einem „Triangel-Pong“ ein zartes „Triangel-Ping“ wurde. Selbstverständlich war da schon die Besucher-Forderung nach Zugaben: Beim Gutselstand-Lied durften dann alle mitsingen und beim „Radetzky-Marsch“ mitklatschen. Zum Schluss gab es noch einmal den „Maxglaner Zigeunermarsch“ und großen Applaus für die Musiker. |acl

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