Ludwigshafen Faible für Räder

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Rund 1000 Flüchtlinge sollen in diesem Jahr nach Ludwigshafen kommen. In der Stadt wird viel über sie, aber kaum mit ihnen gesprochen. Wir stellen diese Woche Flüchtlinge, ihre Hoffnungen und Wünsche für ihr Leben vor.

Er möchte Fahrradmechaniker werden: Dawit ist 19 und seit sieben Monaten in Ludwigshafen. Der junge Eritreer war drei Monate auf der Flucht, die ihn über Äthiopien, den Sudan und Libyen nach Europa führte. Ein bisschen Deutsch kann der lebhafte junge Mann schon und wo die Sprachkenntnisse nicht reichen, kommt Gestik zum Einsatz. In seiner Unterkunft im Rheingönheimer Rampenweg schläft er meist, wie er erzählt. Was soll er sonst auch tun – Schule, Arbeit oder Freizeitangebote gibt es für den Flüchtling nicht. Hinzu kommen Gedanken und Sorgen über die Familie, die er in der Heimat zurückgelassen hat. In Eritrea hat er zuletzt eine Schule besucht und Sport getrieben. Welchen Sport, welche Schulform – das kann er mit seinen wenigen Deutschkenntnissen nicht erklären. Aber der kommunikative junge Mann möchte auf jeden Fall weiter lernen und in Deutschland Fuß fassen, sei es auf einer Schule oder in einem Beruf. Momentan besucht er jeden Tag einen vierstündigen Sprachkurs, was seinem Tag wenigsten eine gewisse Struktur gibt. „Die Schule ist gut für den Kopf“, sagt er und hofft, dass sich seine Zukunftswünsche erfüllen, er in Deutschland bleiben und einen Beruf erlernen kann. (rad/Foto: rad)

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