Ludwigshafen Für den lokalen Handel: „Heimat shoppen“ auch in Ludwigshafen
Die Planung für die von der Industrie- und Handelskammer (IHK) angestoßene Aktion ist in diesem Jahr besonders schwierig. Coronabedingt stünden daher einige Rückmeldungen zu Teilnehmern noch aus, berichtet Malin Handrick von der IHK Pfalz. Gleichzeitig weiß sie aber jetzt schon: 2021 wird es pfalzweit eine Rekordbeteiligung bei „Heimat shoppen“ geben. Die Aktion hat sich durchgesetzt. Während vergangenes Jahr noch 17 Kommunen dabei waren, seien es in diesem Jahr 27 mit über 800 teilnehmenden Unternehmen. In der Vorderpfalz am Start sind Bad Dürkheim, Bobenheim-Roxheim, Frankenthal, Freinsheim, Neustadt, Ludwigshafen, Schifferstadt und Wachenheim mit insgesamt mehr als 220 Unternehmen, wie Handrick sagt. Bundesweit seien mehr als 400 Städte und Gemeinden beteiligt.
Zwei Aktionstage
Als Aktionstage sind in diesem Jahr der 10. und 11. September vorgesehen, an denen die Händler auf besondere Art und Weise und unter dem Motto „Heimat shoppen“ für sich werben können. In der Pandemie-Zeit sei es „wichtiger denn je“ auf den lokalen Handel aufmerksam zu machen, betont Handrick. In Ludwigshafen sind zwei Gewerbevereine dabei.
Bernhard Werst von Gewerbeverein Oggersheim und Egbert Fecht vom Friesenheimer Gewerbeverein freuen sich auf „Heimat shoppen“. „Die Kunden sollen merken, dass es den Handel vor Ort noch gibt“, sagt Werst. Eine gemeinsame Großaktion sei in Oggersheim allerdings nicht geplant. Das sei wegen der Auflagen nicht möglich. Dafür beteiligen sich aber hier bis zu 35 Gewerbetreibende mit Sonderaktionen und weisen im Schaufenster auf ihr Anliegen hin. „Es wäre schön, wenn die Leute schon heute beim Einkauf für die Einschulung daran denken würden, wo sie im September dann wieder Unterstützung für Weihnachtsfeiern und Tombolas erbitten“, so Werst. Denn dann werde schließlich wieder der Handel vor Ort angesprochen, nachdem zuvor online eingekauft worden ist.
Gemeinsamer Marktstand
Auch in Friesenheim will man am Samstag, 11. September, die Chance zur Präsentation nutzen. Angeschrieben habe man dafür alle 90 Mitglieder des Gewerbevereins, erklärt Fecht. Allerdings stehe die Art der Präsentation noch nicht fest. „Wir hätten gerne einen Stand auf dem Friesenheimer Wochenmarkt“, sagt er. Die Abstimmungen mit der Marktleitung dafür laufen noch. Sollte es nicht mit dem geplanten Gemeinschaftsstand klappen, wolle man sich zumindest in einem kleineren Rahmen präsentieren. Aber auch hier soll die Gemeinschaft der Friesenheimer Gewerbetreibenden zum Ausdruck kommen, so Fecht.
„Wir müssen einfach die Gelegenheit nutzen und Präsenz zeigen.“ Dafür könne man das 1250-jährige Ortsjubiläum als Thema einbinden. Die Aktivitäten dafür liefen coronabedingt bislang lediglich auf Sparflamme. „Wir wollen zumindest die Taschen zum Ortsjubiläum verteilen und jeder Gewerbetreibende ist dazu aufgerufen, diese Taschen nach seinen Möglichkeiten zu füllen“, kündigte er an. Wo genau die Taschen dann verteilt werden, entscheide sich hingegen kurzfristig.