Handball
Eulen-Trainer Johannes Wohlrab: Ein mittelgroßer Umbruch
Ein intensives Aufwärmprogramm, um Verletzungen vorzubeugen, eine Runde Fußball – erst am Mittwoch stehen bei dem Handball-Zweitligisten die ersten Spielformen auf dem Programm. Der Trainingstag begann für die Spieler zunächst mit einer Besprechung. Der neue Trainer Johannes Wohlrab verdeutlichte seinen Akteuren, was er von ihnen erwartet. 16 Spieler waren dabei, darunter die fünf Neuzugänge Tom Bergner, Mats Grupe, Mihailo Ilic, Mex Raguse und Kian Schwarzer.
Der neue Kapitän ist der alte Kapitän
Und Wohlrab informierte das Team, wer die Mannschaft als Kapitän aufs Feld führt: Das ist Max Haider, der bereits in der vergangenen Saison Kapitän war, sein Stellvertreter ist Jannek Klein. „Jetzt ist klar, an wen man sich wenden kann. Das war mir wichtig, dass das direkt feststeht. Das war auch relativ eindeutig. Ich musste nicht lange überlegen. Ich kenne ja alle aus meiner Hüttenberger Zeit“, erklärte Johannes Wohlrab. „Ich habe der Mannschaft grundsätzlich meine Erwartungen mitgeteilt. Meine Philosophie dargestellt, meine Trainingserwartungen. Ich bin der Meinung: So wie man die ganze Woche trainiert, so spielt man auch am Wochenende. Das habe ich den Jungs deutlich gemacht. Ich habe ihnen gesagt, wie ich die Eulen sehe und sie als Mannschaft“, betonte der 37-Jährige.
Zwei Deckungssysteme
Er will ab Mittwoch auch zwei Deckungsvarianten einüben. Neben der 6:0-Variante wird es ein offensiveres 5:1-Abwehrsystem geben.
Christian Klimek beendete seine Laufbahn, Pascal Bührer, Jan Remmlinger, Stefan Salger und Matej Asanin sind nicht mehr da – Johannes Wohlrab, der Nachfolger von Michel Abt, spricht dann auch von einem „mittelgroßen Umbruch“ in diesem Sommer. Der Coach: „Es sind einige gestandene Spieler weggegangen. Der Trainer ist neu. Wir werden natürlich etwas Zeit brauchen, um uns aneinander zu gewöhnen, zu gucken, wie jeder Einzelne tickt. Ich bin davon überzeugt, dass wir die sechs Wochen gut nutzen werden. Ich bin mir sicher: Die Mannschaft hat genügend Qualität, um im oberen Drittel mitzuspielen. Wenn wir die nötige Zeit bekommen, Geduld da ist, dann verspreche ich, dass es gut werden wird.“
Wohlrab sieht die Eulen Ludwigshafen, in der vergangenen Spielzeit Tabellenneunter, grundsätzlich auf einem guten Weg, immer einen „Step“ weitergehen zu wollen. „Das Wirtschaftliche muss mit dem Sportlichen wachsen. Die Eulen wollen langfristig zu den Top 20 Deutschlands gehören. Diese Vision hat mich einfach überzeugt“, sagte er.
Haider voller Vorfreude
Der neue (und alte) Kapitän Max Haider ist voller Vorfreude. „Ich freue mich riesig. Ich habe Lust auf Handball, Lust auf Harz, Lust auf das Team“, unterstrich der Kreisläufer. Die vergangene Saison ist für ihn abgehakt. „Ich bin immer dafür, das Positive mitzunehmen. Jetzt müssen wir schauen, dass wir schnell in die Spur kommen“, sagte der 27-Jährige.
Am Wochenende steigen die ersten beiden Testpartien. Am Samstag, 15 Uhr, spielen die Eulen beim TSB Heilbronn-Horkheim, am Sonntag, 15 Uhr, gastiert Drittligist TuS Kaiserslautern-Dansenberg in der Günter-Braun-Halle.
Der Zweitliga-Auftakt ist am Montag, 4. September, 19.30 Uhr, gegen den Aufsteiger TuS Vinnhorst.