Ludwigshafen Es wird eng im Altarraum

Volles Haus in der protestantischen Kirche beim Weihnachtskonzert des Fußgönheimer Spielkreises.
Volles Haus in der protestantischen Kirche beim Weihnachtskonzert des Fußgönheimer Spielkreises.

«Mutterstadt.» Die 30. Ausgabe des „Weihnachtlichen Musizierens“ mit dem Fußgönheimer Spielkreis der Musikschule des Rhein-Pfalz-Kreises hat der protestantischen Kirche in Mutterstadt ein volles Haus beschert und aufs Weihnachtsfest eingestimmt. Die dabei eingenommenen Spenden gehen unter anderem an das Schulspeise-Projekt „Bines Suppenküche“ in Litauen.

Wenn Sabine „Bine“ Annette Stoll, die Leiterin des Fußgönheimer Spielkreises, zu einem Konzert ihrer Musikschüler lädt, steht die Freude am Musizieren im Mittelpunkt. Dass sie ein Händchen für die Förderung des musikalischen Nachwuchses hat, schwingt mit jedem Ton ihrer jungen Schüler im Alter von sieben bis 18 Jahren mit. Das „Weihnachtliche Musizieren“ zum dritten Advent ist eine liebgewonnene Tradition. Das Aufgebot der musizierenden Kinder und Jugendlichen war beachtlich, teilweise quoll der Altarraum geradezu über und die Musikanten drängten sich bis in die Gänge. Da war es ganz gut, dass noch keine Weihnachts-Deko angebracht worden war. Der Dank an den Hausherrn bezog sich augenzwinkernd wohl auch darauf. Weniger ist eben doch manchmal mehr. An weihnachtlichem Glanz fehlte es ohnehin nicht, allein der Fußgönheimer Spielkreis, der Chorus Piepsicus und verschiedene Kammermusikensembles mit einigen Ehemaligen sorgten für die festliche Stimmung und Vorfreude auf diese besondere Zeit. Die Programm war äußerst ansprechend und facettenreich, gespielt wurden von festlichen Medleys („Tochter Zion“) über Weihnachtsstandards („Rudi the rednosed reindeer“ oder „We wish you a merry Christmas“), Sakralgesang mit dem Publikum („Macht hoch die Tür“, „Hört der Engel helle Lieder“) bis hin zu kammermusikalischen Klängen von Händel oder Diabelli. Der Wechsel der Instrumente, die variierende Größe der Ensembles sowie die Ausnutzung des gesamten Kirchraums verliehen dem Konzert eine eigene Dynamik. Es war ein harmonisches Zusammenspiel der Melodien, das da den Zuhörern in der Mutterstadter Kirche geboten wurde. Christoph Utz begleitete an der Orgel und Bine Stoll am Keyboard. Überraschend war auch, wie gut organisiert die Kinder waren, die offensichtlich viel Freude am Musizieren haben. Darüber hinaus galt es noch, Spenden für das soziale Projekt in Litauen zu sammeln. Oder „ein weiteres Weihnachtswunder zu schaffen, sodass auch 2018 über 300 Kinder wieder eine warme Mahlzeit in der Schule erhalten können“, wie es die Leiterin Bine Stoll treffend ausdrückte. Der Aufruf war erfolgreich: 2710 Euro landeten im Spendenkörbchen. Mit weiteren Spenden kommen erwartungsgemäß rund 8000 Euro zusammen, informiert Bine Stoll erfreut.

x