Ludwigshafen Es müllert bei den Eulen

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«LUDWIGSHAFEN.» Der erste Saisonsieg gegen Leipzig vorigen Sonntag hat den Eulen Ludwigshafen wieder Zuversicht gebracht. Heute Abend steht die Mannschaft von Ben Matschke vor keiner unlösbaren Aufgabe bei der HSG Wetzlar in der Handball-Bundesliga (20.30 Uhr, Rittal Arena). Ein Spieler rückt heute in den Fokus.

„Einfach frech aufspielen und alles Machbare in die Waagschale werfen. So wie wir das gegen Leipzig mit einer Riesenmoral noch umgebogen haben. Das ist das Ziel“, umschreibt Jerome Müller den Matchplan gegen Wetzlar. Der Rückraumspieler gehörte zu den Matchwinnern beim Sieg gegen Leipzig. Nicht nur da. Müller kam vor der Saison von Zweitliga-Absteiger HG Saarlouis und entwickelte zu einem Top-Spieler im Team der Eulen. Heute Abend rückt er im wahrsten Wortsinne in den Mittelpunkt. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Pascal Bührer wird der 22 Jahre alte Müller wieder auf der Mittelposition spielen. Das tat er gegen Leipzig in der zweiten Halbzeit richtig gut. „Jerome ist lernwillig und durch seine Flexibilität vielseitig einsetzbar. Er hat seine Sache sehr gut gemacht. Nicht umsonst haben wir ihn nach Ludwigshafen geholt“, sagt Matschke. Nach dem mehrwöchigen Ausfall von Stefan Salger wurde der mit 1,86 Meter große Saarländer in seiner ersten Saison ins kalte Wasser geworfen. Durch die langfristigen Ausfälle der Spielmacher Alexander Feld und Jan Remmlinger sowie nunmehr Pascal Bührer (Bruch eines Knochens in der Handwurzel) kommt noch mehr Verantwortung auf Müller zu. Der Ex-Junioren-Nationalspieler hat bislang 52 Tore erzielt – eine Quote von knapp 56 Prozent sowie 32 Vorlagen gegeben. „Mir blieb gar nichts anderes übrig, als mich schnell zu integrieren. Ben und meine Mitspieler haben mir geholfen. In unserer Situation muss jeder für den anderen einstehen. Jammern nützt nichts“, sagt Müller. Lehramtsstudent (Mathematik) Müller hat die Wohnung von David Schmidt übernommen. Normalerweise hätte es heute ein Treffen auf dem Parkett mit seinem Ex-Mitspieler Lars Weißgerber gegeben. Der fehlt aber verletzt. „Jetzt sehen wir uns nach dem Spiel. Hoffentlich mit einem Sieg für uns“, sagt Jerome Müller.

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