Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Erster Fußgönheimer Sieg seit dem 9. Oktober 2021

Fußgönheims Kelly Botha stört Lirion Aliu (Marienborn).
Fußgönheims Kelly Botha stört Lirion Aliu (Marienborn).

Die neu zusammengestellte Mannschaft des Fußball-Verbandsligisten ASV Fußgönheim hat gegen den TuS Marienborn 2:1 (1:0) gewonnen. Es war der erste Sieg seit dem 9. Oktober. Auch wenn die Punkte nicht zählen, hat der ASV doch Selbstvertrauen getankt.

Kapitän Marc Barisic strahlte nach dem Abpfiff über das ganze Gesicht. Geradezu diebisch freute er sich über sein zweites Saisontor, das nach einer Eckballvariante fiel. „Im Donnerstagstraining haben wir Standardsituationen geübt, auch Eckbälle. Das hat sich bezahlt gemacht“, erklärt der 25-jährige Barisic. Es sei auch verstärkt auf den taktischen Bereich Wert gelegt worden, weshalb die Gäste nur zu wenigen klaren Chancen gekommen seien. „In der Abwehr haben wir gut gestanden, auch weil jeder nach hinten gearbeitet hat“, verdeutlicht der Linksfuß. Barisic führte das Team auch verbal, gab Hilfestellungen und hatte viele Ballkontakte. „Im Mittelfeld fühle ich mich viel wohler als auf der Verteidigerposition“, betont der Mann mit der Nummer 22. Er zählte zu den Aktivposten, auch wenn sicher noch Luft nach oben ist. Mit Meridon Haxhija bildete er die Schaltzentrale, von der die Impulse ausging. Der überragende Emil Gerth hielt den beiden Freigeistern den Rücken frei.

Acht neue Spieler in der Anfangself

ASV-Trainer Fisnik Myftari beorderte acht neue Spieler in die Startformation. Missverständnisse oder Abstimmungsprobleme gab es keine. „Die Mannschaft hat extrem diszipliniert gespielt und jede Menge wichtige Zweikämpfe gewonnen“, jubelt der Rückkehrer, der nach drei Jahren wieder an der Seitenlinie stand. Auch wenn man attestieren muss, dass Marienborn nicht volle Pulle spielte und trotz guten Kombinationsspiels nur selten gefährlich in die Tiefe kam, hat Fußgönheim überzeugt. „Es ist schön zu sehen, wenn Trainingsinhalte umgesetzt werden. Das gilt nicht nur für das Tor nach einem Eckball“, erläutert Myftari. Weil die Rheinhessen in der Offensive flexibel seien und mit vielen Positionswechseln agierten, habe der ASV das konsequente Verschieben in der Defensive reichlich geübt.

Und dann wird der Coach fast philosophisch: „Fußball ist manchmal so, wie wenn man eine Klausur schreiben würde. Wenn man gut vorbereitet ist, wird man belohnt.“ Die Mannschaft scheint stärker zu sein, als man zunächst vermutet hat. Am Sonntag in Schifferstadt folgt die Nagelprobe. Da wird sich zeigen, ob der neue ASV genug Widerstandsfähigkeit besitzt.

So spielten sie

ASV Fußgönheim: Meister - Yildiz, Juric (68. Botha), Bayram, Schieß - Gerth - Papadopoulos (66. Amadi), Haxhija (86. Kadero), Barisic, Özcan (72. Fichtner) - Jaupi

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