Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Ermittlungen nach Schrottplatz-Feuer: Kein Hinweis auf Brandstiftung

 Der Großbrand zerstörte Schrottautos und beschädigt ein Bürogebäude in Rheingönheim.
Der Großbrand zerstörte Schrottautos und beschädigt ein Bürogebäude in Rheingönheim.

Die Ermittlungen der Polizei nach dem Brand eines Schrottplatzes in Rheingönheim dauern an. Die Ermittler gehen derzeit nicht von Brandstiftung aus.

Brandermittler der Kriminalpolizei hatten am Montagvormittag den Brandort erstmalig in Augenschein nehmen können. Was den Großbrand in der Nacht zum Samstag letztlich ausgelöst hat, steht auch nach der Begehung nicht fest. Aber Hinweise auf Brandstiftung hätten sich nicht gefunden, sagte ein Polizeisprecher auf Nachfrage. Die Staatsanwaltschaft Frankenthal müsse nun entscheiden, ob weitere Ermittlungen erforderlich seien und ein Brandgutachten eingeholt werde.

Ob die genaue Brandursache überhaupt herausgefunden werden kann, ist offen. Denn es brannten bis zu sechs Meter hoch gestapelte alte Fahrzeuge auf einer Fläche von etwa 300 Quadratmetern bei einer Autoverwertung am Rheingönheimer Ortsrand. Um das Feuer löschen zu können, und an Glutnester heranzukommen, musste die Feuerwehr die Schrotthaufen auseinanderziehen und umsetzen. Was ursprünglich, wo stand, lässt sich daher kaum nachvollziehen.

Bürogebäude beschädigt

Fest steht, dass bei dem Feuer die Fassade eines auf dem Firmengelände befindlichen Bürogebäudes beschädigt wurde. Der Wert der ausbrannten Schrottfahrzeuge ist schwer zu beziffern. Die Polizei spricht in einer vorläufigen Schätzung von einem Gesamtschaden von etwa 10.000 Euro.

Bei dem Großbrand waren mehrere Feuerwehren 36 Stunden im Einsatz. Das Feuer war am Samstagfrüh um 4.12 Uhr gemeldet worden. Die letzte Brandwache rückte am Sonntagabend von dem Schrottplatz ab. Die Bevölkerung war am Samstag von den Behörden wegen der Rauchgase und vor einem Rußniederschlag gewarnt worden. Messfahrzeuge der Feuerwehr waren unterwegs, um die Luft zu überprüfen, die Werte seien unauffällig gewesen. Der Rußniederschlag sei nur punktuell aufgetreten und wegen der Windrichtung in der Gartenstadt, Mundenheim und teilweise in Rheingönheim entdeckt worden, hieß es von der Stadt. 15 Wischproben wurden genommen, die nun von einem Labor untersucht werden. Ergebnisse sollen bis Mitte der Woche vorliegen. Einstweilen sollte mit Ruß verschmutztes Obst und Gemüse nicht verzehrt werden, so die Behörden.

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