Ludwigshafen Ergreifende Klänge

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Limburgerhof. Mit liturgischer Musik aus verschiedenen Jahrhunderten hat die Limburgerhofer Gruppe „Alpha und Omega“ am Karfreitag in der katholischen Kirche auf Ostern eingestimmt. Die Männer und Frauen des kleinen A-cappella-Ensembles boten mit ihrer musikalischen Meditation eine Zeitreise durch die Passionsmusik.

Musik habe zu allen Zeiten der Christenheit den Glaube verbreitet, sagte Dirigent Ansgar Schreiner bei der Einführung in die musikalische Meditation. „Gerade in dieser Zeit ist es an der Zeit, den Glauben wieder stärker in den Mittelpunkt zu rücken,“ betonte Schreiner. Die ausgewählten Stücke hatten die Karfreitagsliturgie zum Inhalt – das Gedenken der Christen an den Kreuzigungstod Jesu Christi in Erwartung seiner Auferstehung. Unter dem Namen „Alpha und Omega“ hatten sich Mitglieder der Chorgemeinschaft St. Bonifatius zusammengefunden. Mitwirkende waren am Karfreitag Siegfried Isenhuth, Dorothea Krumpholz-Harms, Oswin Möller, Jutta Niedenbrück, Hildegard und Ansgar Schreiner, Dieter Schüle, Angelika Traub sowie Evi und Thomas Weber. Für die „Grabwache 2016 in paradisum“, wie der Abend überschrieben war, hatte das Ensemble ein Programm zusammengestellt, das bis in die musikalischen Anfänge der gregorianischen Gesänge zurückging und über die Renaissance und den Impressionismus bis in die Neuzeit reichte. Vertreten waren ebenso das Stück „Agios o Theos“ aus der griechisch-orthodoxen Liturgie wie die beiden Taizé-Gesänge „Grande es ta bonté“ und „Tui amoris ignem“. Nicht nur sakrale Lieder standen auf dem eindrucksvollen Programm, sondern auch ein weltliches Stück. Aus dem Musical „Jesus Christ Superstar“ von Andrew Lloyd Webber sang die Gruppe „I don’t know how to love him“. Von Andrew Lloyd Webber gab es für die Zuhörer noch das Requiem „Pie Jesu“, das der englische Komponist als Totenmesse im Gedächtnis an seinen Vater William Lloyd Webber geschrieben hat. Die Mitglieder von „Alpha und Omega“ luden die Besucher ein, „Die Seele der Musik“ zu erspüren: „Lassen Sie sich ebenso wie wir inspirieren von Gottes Geist.“ Die Gruppe präsentierte ihr rund einstündiges Programm auch mit Solostimmen sowie in Duetten, Terzetten und Oktetten. Zudem nutzten die Sänger, begleitet vom Orgelspiel von Ansgar Schreiner, den Kirchenraum mit der Empore für ihre Darbietung und nahmen verschiedene Standorte ein, was die Wirkung der Musik noch verstärkte. Lieder in lateinischer, deutscher und englischer Sprache wechselten sich ab. Mit dem Lied „Crux fidelis“, komponiert im 16. Jahrhundert von König Johann IV. von Portugal, klang die musikalische Meditation aus, die ihre Wirkung auf die Besucher, die sehr ergriffen lauschten, nicht verfehlte. Daher bat Chorleiter Ansgar Schreiner auch, im Hinblick auf Karfreitag auf den bei Konzerten üblichen Applaus zu verzichten. (mmö)

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