Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Erfolgsserie des ASV Fußgönheim reißt

Fußgönheims Kapitän Gianluca Mamone (Mitte) setzt sich gegen die Kreuznacher Nils Flühr (links) und Konstantin Ludwig durch.
Fußgönheims Kapitän Gianluca Mamone (Mitte) setzt sich gegen die Kreuznacher Nils Flühr (links) und Konstantin Ludwig durch.

Ist es fehlende Frische gewesen, ein kompakter, spielstarker Gegner oder war es eine schlechte Tagesform? Vermutlich führte von allem etwas zu der 1:3 (1:0)-Niederlage des Fußball-Verbandsligisten ASV Fußgönheim gegen Eintracht Bad Kreuznach.

Dass der Weg zum Klassenverbleib lang und noch nichts erreicht ist, wissen die Verantwortlichen des Vereins. Dazu bedurfte es nicht der 90 Minuten des Spiels vom Samstag. „Wir hätten cleverer agieren müssen und haben letztlich des Preis für die Energieleistung in Steinwenden am Mittwoch bezahlt. Wir haben einen kleinen Kader und so konnte ich die Startelf gegenüber unserem 2:1-Sieg nur auf zwei Positionen verändern“, sagt Trainer Fisnik Myftari. Der Coach hat in erster Linie zwei Gründe für die 1:3-Niederlage ausgemacht. „In unsere stärksten Phase haben wir den Sack nicht zugemacht, und den Freistoß, der zum 1:1 geführt hat, müssen wir verhindern. Der Ausgleich war der Genickbruch“, verdeutlicht Myftari. Bei diesem Freistoß war das Team zudem nicht wachsam und konzentriert genug. Vorlagengeber und Torschütze blieben vollkommen unbehelligt.

„Nach der Führung haben wir nicht konsequent auf das 2:0 gedrängt, haben auch unsere Konter schlecht ausgespielt“, erklärt Gianluca Mamone. Dass die Beine irgendwann schwer geworden sind, will der Kapitän nicht als Ausrede gelten lassen. „Wir sind unruhig geworden, als das zweite Tor nicht gefallen ist“, sagt der 26 Jahre alte Allrounder. Auch bei Mamone lief nicht alles rund, er hatte Aktionen, in den er nach eigenen Worten mitunter die falsche Entscheidung getroffen hat. Aber was man dem Akteur mit der Nummer 7 zugestehen muss, ist die Bereitschaft, weite Wege zu gehen, und den Willen, immer wieder mit Tiefenläufen zu versuchen, die Abwehr des Gegners aufzureißen. Einstellung und Mentalität sind Pluspunkte von Gianluca Mamone.

Dritter Umbruch im dritten Jahr

„Ich bin jetzt im dritten Jahr beim ASV und erlebte bereits den dritten Umbruch. Trotzdem haben wir derzeit eine große Geschlossenheit, obwohl hier viele Spieler neu sind“, beschreibt Mamone die Situation. In seinen ersten 30 Verbandsligaspielen für den ASV blieb der Mittelfeldspieler torlos, seit dem Jahreswechsel erzielte er in sechs Partien drei Treffer. „Ich habe eine offensivere Rolle“, erklärt Mamone, der jetzt öfter mal in der Spitze auftaucht. Dort begann er auch gegen Bad Kreuznach, doch Mitte der ersten Hälfte beorderte ihn der Trainer zurück. „Er sollte mit seiner guten Ballbehauptung und Laufstärke das zentrale Mittelfeld stabilisieren“, erklärt Myftari den Wechsel.

Die veränderte Statik führte zum Erfolg. Zwischen der 38. und 58. Minute erzwang Fußgönheim acht Eckbälle, von denen der zweite zum 1:0 des erneut starken Emil Gerth führte (43.). „Im Training sind Standards immer ein Thema, weil durch sie Spiele entschieden werden“, betont Myftari. Allerdings leitete auch ein Standard der Gäste die Niederlage ein.

So spielten sie

ASV Fußgönheim: Meister - Fichtner, Botha (46. Jaupi), Juric, Yildiz - Özcan (28. Amadi), Gerth, Barisic (78. Pozo), Schieß (64. Papadopoulos) - Mamone, Franke.

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