Ludwigshafen Erfolg trotz Niederlage

Dana Heimen (links) und Nastasja Schunk spielten zum ersten Mal gemeinsam Doppel. Das Zusammenspiel hat im Turnierverlauf immer
Dana Heimen (links) und Nastasja Schunk spielten zum ersten Mal gemeinsam Doppel. Das Zusammenspiel hat im Turnierverlauf immer besser geklappt. Dennoch verloren die beiden das Finale 4:6, 4:6.

«Ludwigshafen.» Den Einzug in das heutige U14-Finale bei den deutschen Tennis-Jugendmeisterschaften in Ludwigshafen hat die Altriperin Nastasja Schunk (MTG Mannheim) verpasst. Mit Dana Heimen (BASF TC Ludwigshafen) verlor sie anschließend das Doppelfinale ihrer Altersklasse.

Die Doppel stehen bei den deutschen Tennis-Jugendmeisterschaften immer ein bisschen im Schatten der Einzelspiele. Es ist eben doch etwas Tolleres, einen Titel alleine zu gewinnen, alleine die Beste der Altersklasse zu werden. Darum kämpfen heute auch wieder sechs Mädchen und sechs Jungs in den Finalspielen der Altersklassen U13, U14 und U16. Die Doppelfinals fanden hingegen schon gestern statt. Sie sind für die Akteure und Akteurinnen eher so eine Art Zusatzchance, einen Titel zu gewinnen. Wenn man aber wie Nastasja Schunk und Dana Heimen solch ein Endspiel erst einmal erreicht hat, dann will man es natürlich auch gewinnen. „Ein deutscher Meistertitel im Doppel ist ja auch sehr gut“, sagt Schunk, die in dieser Saison mit dem Team Baden bereits den Titel bei den deutschen Mannschaftsmeisterschaften in der Altersklasse U15 gewonnen hat. Für den deutschen Meistertitel im Doppel hat es dann gestern allerdings nicht ganz gereicht. Gegen Alia Lex (TC Zwiesel) und Laura Isabel Putz (TC Aschheim) gab es eine 4:6, 4:6-Niederlage. Lex/Putz spielten vor allem am Netz stärker und machten so viele Punkte. „Dana und Nastasja haben insgesamt zu brav agiert“, sagte BASF-TC-Trainer Rene Schulte. Zuvor waren Schunk und Heimen, die erstmals gemeinsam Doppel spielten, souverän durch das Turnier marschiert. „Das Zusammenspiel hat im Turnierverlauf immer besser geklappt“, sagte Schunk. „Man gibt immer alles, weil man auch für die Partnerin mitspielt“, meinte Heimen, die bereits im Vorjahr im Doppel-Finale stand, damals aber ebenfalls das Endspiel verloren hatte. Ein Doppelerfolg wäre für die beiden auch eine Revanche gewesen. Eine Revanche gegen Laura Isabel Putz, die am Donnerstag im Viertelfinale Heimen aus dem Einzel-Wettbewerb geworfen hatte und dann gestern im Halbfinale Schunk besiegte. Dabei hatte das Einzel-Halbfinale für Schunk super begonnen. Sie führte im ersten Satz schnell mit 5:1. „Dann hat Nastasja ein bisschen verkrampft gespielt“, sagte der badische Verbandstrainer Rainer Öhler. Die Folge: Putz verkürzte auf 4:5, bevor Schunk der Satzgewinn zum 6:4 gelang. Nachdem die 13-Jährige im zweiten Satz beim 0:6 recht chancenlos war (Öhler: „Sie hat mit zu wenig Tempo gespielt“), musste der dritte Durchgang die Entscheidung bringen. Bis zum 3:3 gewannen beide Akteurinnen ihr Aufschlagspiel, zweimal ließ Schunk dabei die Breakchance liegen. Ich hätte das Break machen müssen“, sagte Schunk. Dies gelang dann allerdings im siebten Spiel des dritten Satzes ihrer Gegnerin, obwohl Schunk schon 40:30 vorne lag. Putz gewann so 4:6, 6:0, 6:3. Schunk war mit Blick auf das Halbfinalspiel enttäuscht. Mit Blick auf das gesamte Turnier konnte sie aber stolz feststellen: „Vergangenes Jahr war ich im Viertelfinale, nun im Halbfinale. Das sehe ich als Erfolg.“ Interview

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