Ludwigshafen Eine Kiste für alles
Wer von Süden her über die B 44 nach Ludwigshafen kommt, dem sind die 38 Meter hohen blauen Verladekräne bestimmt schon aufgefallen. Sie gehören dem Logistikunternehmen Contargo, gleich hinter dem Kaiserwörthdamm beginnt das Firmengelände. Auf einer großen asphaltierten Fläche lagern Hunderte von Stahlcontainern, die mit Schiffen, Zügen oder den ständig an- und abfahrenden Lkw gekommen sind und hier auf ihren Weitertransport warten. Um Platz zu sparen, werden bis zu fünf Container übereinander gestapelt. Wie Spinnen wirken die riesigen Portalkräne, die mit ihren auf Schienen ruhenden hohen Beinen über die Containerstapel hinweg fahren. Mit einer Tragkraft von 54 Tonnen haben die Kräne keinerlei Mühe, die Stahlkisten hochzuheben und in wenigen Sekunden auf die im angrenzenden Hafenbecken wartenden Schiffe zu verladen. Angesichts dieser Größenverhältnisse kam man sich als Teilnehmer des Rundgangs ziemlich klein vor. „Das Terminal in Ludwigshafen gehört mit den Terminals in Mannheim und Germersheim zur Contargo Rhein-Neckar“, erläuterte Co-Geschäftsführer Andreas Roer die Bedeutung des trimodalen Verkehrs. Laut Prognose des Bundesamts für Güterverkehr soll die Branche weiter wachsen. Der Wechsel des Verkehrsmittels biete nicht nur einen Preisvorteil bei den Transportkosten. Das Umladen der Güter etwa vom Lkw aufs Schiff führe auch zur Einsparung von Abgas-Emissionen, wie Roer betont. Mit 25 Standorten und 2,3 Millionen umgeschlagenen Containern im Jahr gehört Contargo zu den Großen der Branche. Um die Kapazität zu steigern, soll der Umschlagplatz in Ludwigshafen in der Zukunft von 80.000 weiter auf 100.000 Quadratmeter ausgebaut werden. Bedient wird vor allem der Wasserweg nach Antwerpen und Rotterdam. (büg)