Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Eine Frage der Konstanz

Der Neue aus Altrip: Simon Bognar (blau).
Der Neue aus Altrip: Simon Bognar (blau).

Der Ludwigshafener SC hat in der vergangenen Runde die Qualifikation für die Aufstiegsrunde der Fußball-Bezirksliga verpasst. Das war eine der größten Überraschungen in dieser Liga und entsprach in keiner Weise dem Leistungsniveau der Mannschaft. In der neuen Runde soll nun alles besser werden. Dazu muss aber eine Voraussetzung erfüllt werden.

„Ich glaube bei keinem anderen Verein gab es in der vorigen Saison eine so große Diskrepanz zwischen begeisternden Auftritten und unerklärlich schwachen Leistungen“, sagt Coach Sören Breininger, der mit Steffen Lang ein Trainerduo bildet. Die angesprochene fehlende Konstanz sei ein großes Thema in der Vorbereitung und in der Mannschaft gewesen. „Nur wenn wir es schaffen, endlich konstanter zu agieren, ist unser Ziel realistisch. Gelingt es, mehr Kontinuität in unser Spiel zu bekommen, brauchen wir uns vor keinem Gegner zu verstecken“, ist der Trainer sicher. Dann könne auf jeden Fall ein Platz im oberen Drittel erreicht werden.

Ganz wichtig für die Attraktivität: Der temporeiche Offensivfußball soll beibehalten werden. Er passt am besten zum Personal. „Wir können nicht abwartend spielen. Das Team hat immer den Vorwärtsgang drin, will stets agieren“, hat Breininger erkannt. Allerdings soll der Stil etwas modifiziert und eine bessere Balance erreicht werden. Das Umschalten nach hinten bei Ballverlusten muss dringend verbessert werden. Noch zu oft berauscht sich das Team an seinem Vollgasfußball, um plötzlich festzustellen, dass die Defensivarbeit dazugehört, um erfolgreich zu sein. Die Konterabsicherung dürfte im Training einen großen Raum einnehmen.

Viererkette passt am besten

Die Rot-Weißen setzen in der Abwehr weiter auf eine Viererkette. „Das ist die Basis, davor werden wir flexibel bleiben“, informiert der Coach. Mit vier Akteuren in der letzten Reihe fühle sich die Mannschaft sicher, das System passe am besten. Wenn man aber mal zurückliege, sei es kein Problem, den Verbund aufzulösen und auf eine Formation mit drei Defensiven umzustellen. „Bei einer Dreierkette benötigt man auf den Außenbahnen Spieler, die unglaublich laufstark sind, stürmen und verteidigen. Wir möchten unsere Flügelstürmer aber nicht mit zu viel Abwehrarbeit ihrer Stärken berauben“, verdeutlicht Breininger. Auch deswegen war Nicola Maillet in der vergangenen Runde so erfolgreich wie nie zuvor.

Doch bei aller positiven Entwicklung und Vorfreude auf die neue Spielzeit, einen Wermutstropfen gibt es dennoch. „Vier Spieler, darunter drei A-Junioren, die bei uns schon fest zugesagt haben, sind zum Verbandsligisten ASV Fußgönheim gewechselt. Das Verhalten des Quartetts ist eine riesige Enttäuschung“, betont Breininger. Aber auch das Vorgehen des ASV sei fragwürdig. Fußgönheims Coach Fisnik Myftari sagt, man habe bei den LSC-Kickern schon im Winter vorgefühlt und beim späteren Nachhaken den Zuschlag bekommen.

Trotzdem haben die Hochfelder dem Team frisches Blut zugeführt. Verteidiger Leon Lorenz (24), der vom SV Südwest kam, hat Lang schon in der Jugend des FC Arminia trainiert, Linksfuß und Mittelfeldspieler Simon Bognar (22) kommt vom TuS Altrip. Dazu werden aus dem eigene Nachwuchs Außenverteidiger Daniele Marchitto und Offensivallrounder Can Güney befördert. 20 bis 22 Spieler bilden den Kernkader. „Dazu haben A-Junioren-Coach Chris Chorrosch und Lars Engisch, der am Ende der vergangenen Serie die Rolle des Stabilisators im defensiven Mittelfeld übernommen hatte und jetzt die Reserve trainiert, eine Spielberechtigung für uns“, erklärt Breininger.

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