Ludwigshafen Ein Unentschieden als gefühlte Niederlage

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Maxdorf. Der ASV Maxdorf, Spitzenreiter der Fußball-Bezirksliga, ist am Samstag mit einem blauen Auge davongekommen. Gegen die aufopferungsvoll verteidigende FG 08 Mutterstadt reichte es nur zu einem glücklichen 1:1 (0:1).

Direkt nach dem Ende der Partie sanken die Mutterstadter Spieler reihenweise zu Boden. Mit einem verwandelten Foulelfmeter in der Nachspielzeit hatte ASV-Torjäger Jesberger den Gästen den Sieg noch entrissen. Der Elfmeter war die letzte Aktion, das Spiel wurde danach nicht mehr angepfiffen. Vor der Partie wäre die FG über ein Remis froh gewesen, so aber war es eher eine gefühlte Niederlage. Maxdorf hat derzeit die Leichtigkeit, mit der das Team in der Vorrunde begeisterte, verloren. Es fehlen Tempo, Aggressivität und Spielfreude. Es scheint, als würde das große Ziel Meisterschaft die Mannschaft eher lähmen als beflügeln. Dafür spricht auch die Erklärung von Trainer Michael Rot, der sagt, die Mannschaft habe den Kopf nicht frei: „Wir haben taktische Fehler gemacht und uns nicht durchsetzen können. Es ist uns nie gelungen, die FG aus der Abwehr zu locken.“ Dabei hat Rot dem Team mit hochstehenden Außenverteidigern eine moderne Spielanlage verordnet. So kam vor allem Said häufig bis zur Grundlinie durch. Klare Chancen blieben bis zur Schlussphase dennoch rar. Die beste hatte Winsel nach Saids Querpass (9.). Das lag auch an der erstklassigen Defensivarbeit der Gäste. „Wir haben uns vorgenommen, kompakt zu stehen und diszipliniert zu verteidigen“, sagte Co-Trainer Dennis Baudach, der den verhinderten Coach Erdem Kar vertrat. Mutterstadt befolgte den Plan mit Hingabe. Die FG hatte immer zehn Mann hinter dem Ball, weil jeder konsequent nach hinten arbeitete. Zudem hatten die Gäste die klareren Chancen. Etwa durch Simon Schneider (5.), Keppeler (58.) und die Brüder Fabio und Marco Reithermann bei einem Konter in Überzahl (87.). „Da hat uns die Kaltschnäuzigkeit gefehlt“, bedauerte Baudach. Im Gegenzug vergab der in der Endphase in den Angriff gewechselte Innenverteidiger Gomola für den ASV Maxdorf. Beim Führungstor der Gäste half Torhüter Pfeiffer mit, als er einen Freistoß von Fabio Reithermann nicht festhalten konnte. Zwar parierte er den Nachschuss von Schiller, aber dann war Behling zur Stelle (23.). „Diesem Rückstand sind wir lange vergeblich hinterhergerannt“, konstatierte Rot. Exakt bis zur fünften Minute der Nachspielzeit. So spielten sie ASV Maxdorf: Pfeiffer – Martsfeld, Gomola, Hilzendegen, Said – Reinholz (77. Tobias Hoffmann), Winsel, Völkl, Gehrlein (46. Gerner) – Weiß (60. Haas), Jesberger FG Mutterstadt: Tilger-Kuhn – Stoye (60. Weingarte), Gaupp, Behling, Furch – Schiller – Simon Schneider (80. Marco Reithermann), Fabio Reithermann, Scredo (73. Graf), Keppeler – Ringelspacher Tore: 0:1 Behling (23.), 1:1 Jesberger (90.+5, Foulelfmeter) – Gelbe Karten: Martsfeld – Scredo, Furch, Marco Reithermann, Schiller, Tilger-Kuhn – Beste Spieler: Völkl, Said – Gaupp, Behling, Furch – Zuschauer: 200 – Schiedsrichter: Schwarz (Annweiler).

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