Ludwigshafen Ein Sommer voller Helden

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Musik prägt den Ludwigshafener Kultursommer auch in seinem 25. Jahr. Mit Ausstellungen, Lesungen, Performances bietet die Reihe aber auch im Jubiläumsjahr den gewohnt abwechslungsreichen Veranstaltungsreigen. Rund 120 Veranstaltungen von 42 Kulturschaffenden sind vom 26. Juni bis 30. August zu erleben. Höhepunkt ist wieder das Straßentheaterfestival, das noch gesondert vorgestellt wird.

Zum Jubiläum gibt es ausnahmsweise ein farbiges Programmheft. Es liegt seit gestern in der Stadtbibliothek, beim Bürgerservice, in den Filialen der Sparkasse Vorderpfalz als Sponsor und in vielen Kultureinrichtungen auch in Mannheim und Heidelberg aus. Kulturdezernentin Cornelia Reifenberg kündigte gestern ein Generationen übergreifendes und alle künstlerischen Genres vereinendes Programm an. Das Foto auf dem Plakat und dem Deckblatt des Programmheftes wurde an der Schneckennudelbrücke aufgenommen, erläuterte Kulturbereichsleiter Dietrich Skibelski. Die darauf abgebildeten Schüler und Lehrer der städtischen Musikschule, Jugendliche vom Adrem Jugendtheater und die Theatermäuse von der Jugendfreizeitstätte Ruchheim sollen auf die Vielfalt der Programmangebote aufmerksam machen. Eröffnet wird der Kultursommer am Freitag, 26. Juni, vom Theater Anu. Von 21.30 bis 0.30 Uhr haben die Besucher Gelegenheit, auf dem Ludwigsplatz durch das „Narrentor“ zu gehen und sich durch neun Stationen einer Traumwelt zu bewegen. Die Straßentheatertruppe aus Berlin ist in den vergangenen sechs Jahren schon dreimal in Ludwigshafen aufgetreten. Diesmal bietet sie eine Auswahl aus den Programmen „Lichtspuren“, „Die große Reise“ und „Moraland“. Musik spielt aber die wichtigste Rolle beim Kultursommer. Auf dem Lutherplatz treten wieder die Bigbands auf: die Musikschul-Bigband Jazzattack, Kicks ’n’ Sticks mit dem australischen Posaunisten Adrian Mears und die TC Bigband Haßloch. Auf der Parkinsel richtet Christian Scheuber an zwei Tagen das Festival „Jazz am Rhein“ aus. Mit dabei sind das Trio der Gitarristin Susan Weinert, das russisch-deutsche Quintett Ylativ Algo aus Leipzig und das Red Orchestra aus Mannheim. Im Ebertpark gibt es das zweitägige Festival Creole Sommer mit den Weltmusik-Ensembles Kapelsky, Les 3 Primitifs und Fei Scho. Das Mayerbräu veranstaltet in Oggersheim seine sonntäglichen Jazzmatineen im Biergarten. Und jeden Freitag gibt es ein Konzert im Kulturm im Hemshof. Der Kulturm bietet auf seiner Aussichtsplattform donnerstags auch wieder seine experimentelle Klangkunst. Außerdem trägt hier die Cellistin Katja Zakotnik vier von Bachs Solosuiten vor. Die Opernsängerin Nathalie Stadler tritt an verschiedenen Orten mit verschiedenen Partnern auf. Die Maudacher Serenade begeht ihr 25-jähriges Bestehen im Schoße des Kultursommers mit Arien, Duetten und Divertimenti von Mozart. Und der Oggersheimer Flötist Wolfgang Wendel spielt Kompositionen aus vier Epochen wie üblich in einer ehemaligen Backstube. Das Thema des Landeskultursommers ist diesmal „Helden und Legenden“. Daher wimmelt es auch im Ludwigshafener Programm von Helden. Die freireligiöse Landesgemeinde etwa widmet eine vierteilige Reihe „Abrisshelden“, Widerstandskämpfern, die etwas Neues beginnen wollten. Im Ernst-Bloch-Zentrum gibt es einen soziologischen Vortrag zur Ausstellung „Helden der Stadt“ über Urban Gardening. Und ein Held ist sicherlich auch Bernhard Wadle-Rohe, wenn er seine Lesung in einer Zahnarztpraxis abhält: „Zahnschmerzen können lachen“, lautet sein Motto. Termine —Straßentheaterfestival am 24. und 25. Juli, Eröffnung 23. Juli, 20 Uhr, Ludwigsplatz. — Konzertreihe im Kulturm, Rollesstraße 14, vom 26. Juni bis 28. August. —Kultur im Hain am 17. Juli im Luitpoldhain in Rheingönheim —Festival Jazz am Rhein am 21. und 22. August auf der Parkinsel. —Creole-Sommer am 29. und 30. August im Ebertpark.

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