Fussball
Ein sogenanntes Sechs-Punkte-Spiel für Fußgönheim
Giuseppe Vitale, Geschäftsführer der Fußballabteilung des ASV Fußgönheim, blickt mit großer Vorfreude auf die kommende Partie gegen direkten Konkurrenten aus Hohenecken. Gleich mehrere Spieler meldeten sich unter der Woche wieder zurück im Training. Nico Najda hat seine Blessuren auskuriert, und auch Milos Pitulic und Roman Uhr sind zurück im Team.
100 Prozent fit dürfte Letzterer jedoch noch nicht sein, weshalb ASV-Coach Philipp Stiller möglicherweise wieder auf seinen Youngster Bleard Zeqiraj zurückgreifen wird. Der Stürmer stieß zusammen mit Martin Amoako und Marvin Takpara von der Jugend des Ludwigshafener SC zum Verbandsligisten und hat sich mittlerweile akklimatisiert.
Anlaufschwierigkeiten bei Zeqiraj
Der 19-Jährige hatte jedoch so seine Anlaufschwierigkeiten im Schwarz-Weißen Dress. „Er hatte so seine Probleme mit den erfahrenen Verbandsliga-Verteidigern“, sagt Vitale. „Ich habe schon gemerkt, dass es ein anderes körperliches Level ist als im Jugendfußball“, gibt Zeqiraj zu. Der Deutsch-Kosovare nahm die Herausforderung Verbandsliga jedoch gerne an und zeigt seit einigen Partien eine steigende Formkurve, die er sogar mit einem Tor beim 4:3-Erfolg über den FC Speyer krönte. Dabei war es vor allem der Wille, unbedingt treffen zu wollen, der ihn auszeichnete.
Abgeschaut hat Zeqiraj sich diese Eigenschaft von seinem Vorbild Armando Broja vom FC Chelsea. „Er ist gierig auf das Toreschießen, kein Spieler, der sich aufgibt“, berichtet der ASV-Stürmer. Die Parallelen zu sich selbst sieht nicht nur Zeqiraj. Auch Giuseppe Vitale erkennt diese Äquivalenz im Spiel der beiden Kosovaren. „Bleard will sich beweisen. Er ist auf dem richtigen Weg und bereits jetzt mit seinen Laufwegen und Balleroberungen eine wichtige Hilfe für das Team“, lobt der Geschäftsführer Fußball. Auch deswegen dürfte sich seine Einsatzzeit im bisherigen Saisonverlauf gesteigert haben. Aber auch ob seiner Trainingsbeteiligung – und das, obwohl er seit kurzem eine Ausbildung zum Chemiker bei der BASF angefangen hat. „Vielleicht möchte ich auch noch studieren“, sagt er. Interessant sei ein Studium für Wirtschaftsingenieurwesen, fügt der Fußballer an. Wann es dazu kommt ist noch unsicher.
Hohenecken zuletzt mit Problemen
Klar ist dafür, dass es für Zeqiraj und Co. am Sonntag mit einem wichtigen Spiel in der Liga weitergeht. Gegen den TuS Hohenecken soll ein Sieg her. Sowohl der Stürmer als auch Vitale sprechen von einem sogenannten Sechs-Punkte-Spiel. „Wir müssen punkten. Zuletzt haben wir mit Marienborn und Idar-Oberstein starke Gegner gehabt“, erklärt Zeqiraj. Das Team aus Kaiserslautern hatte zuletzt wenig Grund zum Jubeln und kommt nicht gerade mit einer breiten Brust in die Vorderpfalz. Im Gegenteil. Aus den vergangenen fünf Partien holte das Team von Dennie Reh lediglich einen Zähler. „Vielleicht rutschen sie nun auch runter“, mutmaßt Vitale.
Bei einem Dreier würde der ASV wieder Tuchfühlung zum Gegner und den Nichtabstiegsrängen aufnehmen. Damit das gelingt, müssen Zeqiraj und Co. häufiger treffen, denn der ASV hat mit nur 18 Toren die drittschlechteste Offensive der Liga. Vielleicht gelingt es ja den drei Ex-LSC-Akteuren Amoako, Takpara und Zeqiraj diese Statistik etwas aufzubessern und den ASV aus dem Tabellenkeller zu schießen. „Wir haben eine sehr gute Chemie. Es ist auf jeden Fall ein Vorteil, dass wir uns aus Ludwigshafen kennen“, sagt der Auszubildende. Immerhin sieben Treffer haben die drei zusammen schon erzielt. Eine gute Bilanz für die drei Junioren. Aber auch gut genug für Hohenecken?