Ludwigshafen Ein Punkt hilft keinem so richtig

91-76771030.jpg

LUDWIGSHAFEN. „Wir bleiben in der Liga!“ Das hat Philipp Grimmer, Coach des Hockey-Zweitregionalligisten TFC Ludwigshafen, am Sonntag nach dem 6:6 (3:3) im Kellerduell gegen den Dürkheimer HC II im Brustton der Überzeugung gesagt. „Wenn ich daran nicht glauben würde, bräuchte ich morgens nicht aufzustehen“, unterstrich Ludwigshafens Übungsleiter weiter.

„Uns erwarten jetzt noch fünf Endspiele“, machte Grimmer deutlich. Bereits am kommenden Sonntag, 11 Uhr, geht es zu Hause gegen den HC Speyer um alles oder nichts. Der HCS hat drei Punkte mehr auf der Habenseite und ist damit Tabellenvierter. Schlusslicht Ludwigshafen muss sich derzeit von Spiel zu Spiel hangeln, in jeder Partie 100 Prozent und mehr geben. „Ein Sieg gegen Speyer ist Pflicht, ebenso gegen Mainz“, sagte Grimmer. Ludwigshafen und Dürkheim – sie haben mit fünf Punkten aus sieben Spielen die schlechteste Ausgangsposition. Knackpunkt in der laufenden Runde sei das Spiel gegen Wiesbaden gewesen, betonte Ludwigshafens Übungsleiter. „Daran haben einige noch zu knabbern und das kommt immer wieder hoch.“ Vor heimischem Publikum präsentierte sich der TFC keinesfalls wie ein Abstiegskandidat. Die Ludwigshafener hatten im ersten Durchgang deutlich mehr Spielanteile, erarbeiteten sich etliche hochkarätige Torchancen, doch Zählbares sprang dabei nicht heraus. Michael Fechtner schoss nach zwei Minuten am leeren Tor vorbei, Leo Schnotale (7.), und Fabian Magin (10.) erging es in der Folgezeit nicht besser. Entweder scheiterten sie am eigenen Unvermögen oder an DHC-Schlussmann Martin Allgeier, der ebenso glänzend parierte wie Ludwigshafens Schlussmann Erik Kühnel. War es die Angst vor der eigenen Courage, warum die Löwen so viele Chancen ausließen? Grimmer raufte sich die Haare und wusste selbst keine Antwort darauf. Ludwigshafen betrieb einen immensen Aufwand. Dürkheim agierte insgesamt cleverer und ließ die Löwen vor allem bei Kontern schlecht aussehen. Julian Heck brachte die Gäste nach klasse Zuspiel von Jens Paul bereits nach drei Minuten in Führung. Richard Neu erhöhte nach einer Viertelstunde – dieses Mal vom starken Heck in Szene gesetzt – auf 2:0. Die Ludwigshafener machten weiter Druck, aber es dauerte bis zur 25. Minute, ehe der überragende Alexander Matz der 1:2-Anschlusstreffer gelang. Die Dürkheimer Antwort kam prompt. Per Strafecke erhöhte Paul auf 3:1. Matz und Fabian Magin sorgten kurz vor der Pause jeweils per Kurzer Ecke für den Ausgleich. Der zweite Durchgang verlief ausgeglichen. Dürkheim lag durchweg mit einem Tor Vorsprung vorne. In einer packenden Schlussphase gelang Magin zunächst der Ausgleich, und fast wäre er noch zum Mann des Tages aus Sicht des TFC avanciert, als er in der Schlussminute knapp scheiterte. „Wenn du drei Minuten vor dem Ende noch zurückliegst, musst du mit dem Ergebnis zufrieden sein. Wir standen sehr kompakt, haben bis auf die Konter wenige Chancen zugelassen“, bilanzierte Grimmer. Die Gefühlslage von Thomas Laschitza, dem Betreuer des Dürkheimer HC II, indes war zwiegespalten. „Wir sind mit einem guten Gefühl hierher gefahren“, unterstrich er. „Die Mannschaft ist eingespielt, ich traue der Truppe alles zu. Der Klassenverbleib ist absolut realistisch“, zeigte er sich genauso zuversichtlich wie Phi-lipp Grimmer. So spielten sie TFC Ludwigshafen: Kühnel, Sessig, Matz, Minges, Magin, Fechtner, Schnotale, Gutbrod, Leitz, Martin, Totaro Tore: 0:1 Heck (3.), 0:2 Neu (15.), 1:2 Matz (25.), 1:3 Paul (26., Kurze Ecke), 2:3 Matz (28., Kurze Ecke), 3:3 Magin (29., Kurze Ecke), 3:4 Heck (32., Siebenmeter), 4:4 Minges (38., Kurze Ecke), 4:5 Neu (44., Kurze Ecke), 5:5 Fechtner (50.), 5:6 Paul (54.), 6:6 Magin (58.) - Kurze Ecken: 5/3 – 4/2 - Beste Spieler: Kühnel, Matz – Allgeier, Heck - Zuschauer: 60 - Schiedsrichter: Schröder, Krüger (Mainz, Alzey).

x