Ludwigshafen Ein Mann für alle Fälle

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Der Kommunalpolitiker und stellvertretende Leiter der Notfallseelsorge Ludwigshafen, Reinhard Herzog, feiert morgen seinen 70. Geburtstag. Der Christdemokrat ist im Katastrophenschutz und in der Flüchtlingsarbeit engagiert.

Beinahe wäre der gebürtiger Grazer Pfarrer geworden. Den Jugendlichen haben die Gespräche mit dem Pfarrer seiner Heimatgemeinde beeindruckt. Doch letztlich entschied sich Herzog für ein Chemie-Studium. Dadurch führte ihn sein Lebensweg vor 43 Jahren nach Ludwigshafen zur BASF. Seine christliche Überzeugung prägt heute noch sein politisches und ehrenamtliches Engagement. Der Österreicher hat seinen Schmäh nicht verloren. Vielleicht liegt es auch daran, dass er seine Frau Susanne aus der Steiermark mitgebracht hat, als er hierher zog. Im neuen Umfeld begann sein ehrenamtliches Engagement. Mit Freunden rief er den Spielraum Froschlache ins Leben. In den 80er-Jahren stellte sich der promovierte Chemiker den Kritikern dieser Industrie und engagierte sich bei sieben deutschen Evangelischen Kirchentagen. Er trat der CDU bei. Von 2002 bis 2011 war er CDU-Vorsitzender in Friesenheim. 2004 wurde er in den Stadtrat und in den Friesenheimer Ortsbeirat gewählt, dessen Fraktionssprecher er bis 2014 war. Im Kreisvorstand war er bis 2015 Mitgliederbeauftragter. Mit anderen Gruppierungen gründete er das Netzwerk gegen rechte Gewalt und Rassismus. Nach seinem Berufsleben engagierte sich Herzog in der Notfallseelsorge. Er betreute unter anderem auch die Opfer der Gasexplosion in Edigheim und Oppau. Als Fachberater PSNV (Psychosoziale Notfallversorgung) ist er im Katastrophenschutz tätig. Er kümmert sich um Flüchtlinge und ihre Betreuer. Herzog hat zwei Töchter und vier Enkel, mit denen er den runden Geburtstag feiern wird. Seine Partei gratuliert ihm dazu. „Sein Einsatz ist vorbildhaft“, sagt CDU-Chef Ernst Merkel. (mix/Archivfoto: Kunz)

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