Ludwigshafen Ein Lebenszeichen
Mutterstadt. Die Herren des TC Mutterstadt haben ein Lebenszeichen im Kampf um den Klassenerhalt in der Tennis-Oberliga gesendet. Gegen den bislang ebenfalls noch sieglosen Andernacher TC gewannen die Mutterstadter mit 16:5 (10:2) und haben damit wieder Anschluss an das Tabellenmittelfeld.
Erleichterung war angesagt nach dem ersten Saisonsieg bei den Gastgebern. „Dieses Spiel müssen wir unbedingt gewinnen“, hatte TCM-Mannschaftskapitän Julian Rieck vor der Partie erklärt. Nach der unglücklichen Niederlage gegen den TSC Mainz war seine Mannschaft unter Zugzwang. Unglücklich war bei Mutterstadt gestern nur einer: Lucas Heiser, der sein Einzel gegen Dennis Krisch in zwei Sätzen klar verloren hatte. „Ich habe nicht verloren, weil ich schlecht war, sondern er hat gewonnen, weil er gut war“, stellte Heiser klar. Dann haderte er aber doch ein wenig: „Ich spiele in dieser Saison insgesamt nicht konstant genug. Nach einem guten Spiel kommt immer gleich ein schlechtes Spiel und umgekehrt. Ich habe die ganze Saison schon keinen richtigen Rhythmus.“ Immerhin sah es für seine Mannschaft deutlich besser aus. „Und ich hoffe, wir gewinnen diesmal zumindest auch ein Doppel“, erinnerte er an die bittere Niederlage gegen Mainz, als die Mutterstadter nach einer 10:2-Führung nach den Einzeln die Partie tatsächlich noch verloren. „Mainz hatten wir gar nicht auf der Rechnung der Spiele, die wir unbedingt gewinnen müssen“, sagte Rieck: „Aber gegen Andernach war ein Sieg ganz einfach Pflicht.“ Zumal die Gäste ohne Verstärkung aus dem Ausland angetreten waren, während der TCM in Bestbesetzung spielte. Rieck selbst ging mit gutem Beispiel voran und gewann in zwei Sätzen gegen Nicolas Käfer. „Wirklich gut gespielt habe ich nicht. Ich war in den entscheidenden Situationen der beiden Sätze aber hellwach“, sagte er. Und auch der Inder Kunal Anand war zufrieden mit sich. Und das nicht nur, weil er mit seinem Sieg seine persönliche Matchbilanz auf 2:2 ausgleichen konnte. „Wir wollen alles für den Klassenerhalt tun“, erklärte Anand. Das galt sowohl für die drei Einzel, in denen die Gastgeber in der zweiten Runde gerade einmal noch neun gewonnene Aufschlagspiele des Gegners zuließen. Es galt aber erst Recht für die Doppel, vor denen der TCM zuvor noch ein wenig Bammel hatte, nachdem gegen Mainz das Missgeschick unterlaufen war, die Führung nach den Einzeln nicht in einen Sieg umzumünzen und mit drei Doppel-Niederlagen noch 10:11 zu verlieren. „Es sieht gut aus, aber wir sind noch nicht durch“, warnte Heiser deshalb nach den Einzeln. Er hätte jedoch nicht zweifeln müssen, sorgte an der Seite von Marek Jaloviec bereits für das 16:2, nachdem Anand und Daniel Steigleiter den Sieg mit ihrem Erfolg bereits sichergestellt hatten. Nur Nicolas Mayr unterlag an der Seite von Rieck unglücklich im Matchtiebreak. Rieck selbst konnte es verkraften: „Wir wollen in der Tabelle zumindest drei Mannschaften hinter uns lassen. Und Andernach gehört definitiv dazu“, sagte er. So spielten sie Einzel: Marek Jaloviec - Urs Breitenberger 6:2, 6:1; Kunal Anand - Raphael Weiler 6:0, 6:2; Nicolas Mayr - Tim Tomaschoff 6:4, 6:1; Lucas Heiser - Dennis Krisch 4:6, 3:6; Daniel Steigleiter - Felix Einig 6:0, 6:1; Julian Rieck - Nicolas Käfer 7:6, 6:3 Doppel: Jaloviec/Heiser - Breitenberger/Tomaschoff 6:3, 6:3; Anand/Steigleiter - Weiler/Einig 6:0, 6:2; Mayr/Rieck – Krisch/Käfer 6:4, 5:7, 9:11. |env