Fussball
Ein kleiner Neuanfang beim ASV Fußgönheim
Es gibt schönere Ausgangssituationen, um seine neue Karriere zu beginnen, als die von Fußgönheims neuem Trainer Philipp Stiller. Der 32-Jährige tritt am Samstag die Nachfolge von Ex-Trainer Fisnik Myftari an, der nun aus dem Hintergrund für den ASV tätig sein wird. Von Erfolg gekrönt waren die vergangenen beiden Wochen für Fußgönheim wahrlich nicht. Stillers Team verlor nicht nur die letzten beiden Begegnungen mit insgesamt 1:10 Toren, sondern ist zudem geplagt von Verletzungsproblemen.
Vor allem die Ausfälle von Ex-Armine Nico Najda und Innenverteidiger Milos Putilic schmerzen. Denn gerade auf die Abwehr soll es am Wochenende in Spiel eins nach Fisnik Myftari ankommen. „Wir werden uns auf die Defensive konzentrieren. Gut verteidigen, gut stehen, gut verschieben“, erklärt der neue ASV-Trainer Stiller seinen Plan.
Nicht viel Neues ausprobieren
Der soll gar nicht groß von dem abweichen, was Ex-Trainer Myftari besprochen hatte. Gerne würde Stiller – wie zuvor als Co-Trainer – hinter, beziehungsweise neben dem Ex-Profi an der Seitenlinie stehen. Doch Beruf und Familie lassen dies nicht mehr zu. Stiller wird also nicht viel Neues ausprobieren, sondern einen ähnlichen Fußball wie sein Vorgänger spielen lassen. „Für den Moment habe ich nicht vor, etwas zu verändern. Die Einflüsse von Fisnik sind noch immer vorhanden“, sagt Stiller.
Kein Wunder, der neue Trainer hatte die Entscheidungen von Myftari immer mitgetragen. Für den alten Coach will die Mannschaft des ASV Fußgönheim auch am Wochenende spielen. „Wir sind Fisnik einen schönen Abschied schuldig. Was er für den Verein und das Team geleistet hat, das bekomme ich gerade zu spüren, was das für eine Arbeit ist“, sagt Stiller respektvoll.
Myftari soll das Team unterstützen
Myftari selbst soll, wenn möglich, vor Ort sein und das Team von außen unterstützen. Dementsprechend motiviert soll die Mannschaft gegen den FC Bienwald Kandel auf dem Platz agieren. „Wir wittern unsere nächste Chance“, sagt Stiller, wohlwissend, dass die vergangenen Spiele seines Teams schwach waren und mit Kandel kein schwacher Gegner wartet.
Die Gäste, die derzeit auf Platz acht liegen, sind vor allem im Sturm mit ihren kantigen Angreifern Maximilian Krämer und Noah Beierle gefährlich. „Das sind zwei Top-Angreifer in der Verbandsliga“, sagt der erste Vorsitzende des ASV, Stefan Wehe. Gerade diese Robustheit im Angriff haben die Hausherren nicht.
Stillers Team soll über Geschwindigkeit und schnelle Angriffe für Torgefahr sorgen. Zuletzt taten das häufig Martin Amoako und Marvin Takpara. Ob die beiden am Wochenende wieder den Unterschied machen, bleibt abzuwarten. Vor den Augen ihres alten Coaches geben die beiden sicher noch mal das eine oder andere Prozent mehr.