Ludwigshafen Ein Herz für die Kunst

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Der in Ludwigshafen geborene Archivar und Kunstmäzen Carl Anton Reichling ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Das hat die Kulturstiftung Speyer mitgeteilt. Reichling hat unter anderem das BASF-Unternehmensarchiv aufgebaut.

Carl Anton Reichling wurde 1922 in Friesenheim geboren. Nachdem er zunächst eine kaufmännische Lehre gemacht hatte, holte er sein Abitur nach und studierte Wirtschaftswissenschaften mit anschließender Promotion an der damaligen Wirtschaftshochschule Mannheim. 1951 kam er zur BASF. Bei dem Chemiekonzern baute er das Unternehmensarchiv auf und leitete es bis 1985. Reichling war außerdem Vorsitzender des Verbands deutscher Wirtschaftsarchivare und dessen Sprecher in Rheinland-Pfalz. Nach 1985 arbeitete er ehrenamtlich für die Universität Mannheim und stiftete etwa die Renovierung eines Seminarraums im Barockschloss. Außerdem engagierte er sich für seine Mannheimer Studentenverbindung Hansea, für die Pfälzische Sezession in Speyer und die Kulturstiftung Speyer. Aus dieser ging die Dr. Carl A. Reichling-Stiftung hervor, die insbesondere junge Künstler unterstützt. Er förderte das Speyerer Kulturleben und erwarb zum Beispiel 2002 für die Kulturstiftung die Skulptur „Purrmann im Rollstuhl“ des Bildhauers Wolf Spitzer, die dem Purrmann-Haus als Dauerleihgabe zur Verfügung steht. Reichling erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, den Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg, die Ehrenbürgerwürde, die Universitätsmedaille der Uni Mannheim in Gold und die Schillerplakette der Stadt Mannheim. Bis zuletzt sei Carl Anton Reichling „geistig frisch“ gewesen, teilt Peter Eichhorn, Vorstandsvorsitzender der Kulturstiftung Speyer, mit.

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