Ludwigshafen Ein Dankeschön in Liedform
„Einmal im Jahr Danke sagen all jenen, die die Chorarbeit so vielfältig unterstützen“, lautete die Botschaft am vergangenen Samstagabend in der Protestantischen Kirche in Mutterstadt. Wie in jedem Jahr hatte der Protestantische Kirchenchor Mutterstadt aus diesem Grund zu einer kirchenmusikalischen Feierstunde eingeladen.
Schnell füllten sich am vergangenen Samstagabend die Reihen in der festlich illuminierten Kirche. Denn viele Freunde geistlicher Chormusik wollten sich den Gesang der vier Chöre – Haupt-, Projekt-, Kinder- und Jugendchor – der Kirchengemeinde nicht entgehen lassen. Die Besucher erwartete heitere und besinnliche Chormusik, dazwischen kleine Andachten, die zum Nachdenken anregen sollten. Der Vorsitzende des Vereins, Klaus Metzner, moderierte den stimmungsvollen Abend. „Ich liebe die Herbstzeit“, ließen die rund 20 Mädchen und Jungen des Kinderchores mit ihren glockenhellen Stimmen gleich zu Beginn das Publikum wissen. Wunderschön vorgetragen war auch die Ballade von Liedermacher Daniel Kallauch „Du bist ein Ton in Gottes Melodie“. Der Jugendchor überzeugte mit stimmlichem Hochglanz, obwohl er nur aus fünf Jugendlichen bestand. Er entführte das Publikum in die Welt der Volksweisen. Das schwedische Lied „Vem kan segla förutan vind?“, übersetzt „Wer kann ohne Wind segeln?“, das vom tiefen Sinn einer Freundschaft erzählt, ließ eine geradezu melancholische Stimmung im Gotteshaus spürbar werden. Geistliche Chormusik trug der Projektchor mit einer altitalienischen Hymne über die Dreieinigkeit „Alta Trinita beata“ gut vor. Der Hauptchor erhob seine Stimmen zum Lob Gottes mit Werken wie „Lobsinget Gott“ von Camille Saint-Saëns oder „Meine Seele erhebt den Herrn“ von Heinrich Schütz. „Sang- und klangvoll ist das Zusammenleben erst, wenn wir aufeinander hören. Wenn wir im Einklang sind“, zitierte Klaus Metzner aus einer Erzählung und unterstrich so den metaphorischen Auftrag von Musik im Alltag. Die Gemeinde war eingeladen zum Mitsingen, als alle Chöre unter der Leitung der beiden Chorleiterinnen Dagmar Rosemann und Jeanette Schmid das Schlusslied „Bewahre uns Gott“ anstimmten. Im Anschluss an das Danke-Konzert wurden im Pfarrer-Jakob-Fuchs-Haus langjähriger Chormitglieder geehrt. (rnc)