Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Ein Arminia-Spieler spielt sich in Fokus von Profivereinen

Lennart Thum ist ein begehrter Spieler. Der Stürmer des FC Arminia Ludwigshafen steht offenbar auf der Wunschliste mehrerer Klub
Lennart Thum ist ein begehrter Spieler. Der Stürmer des FC Arminia Ludwigshafen steht offenbar auf der Wunschliste mehrerer Klubs.

Lennart Thum, der Torjäger des Oberligisten FC Arminia Ludwigshafen, ist ein begehrter Spieler. Bei etlichen Profi-Vereinen hat er schon zur Probe trainiert und wird von diesen Clubs weiter beobachtet. Dass sein Wechsel im Sommer zu einem Regionalligisten schon perfekt sein soll, ist allerdings eine Ente.

Lennart Thum ist 20 Jahre alt und spielt in der zweiten Saison in der Oberliga. In der abgebrochenen Runde 2020/21 hat er in neun Begegnungen sechs Treffer erzielt und einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Diesen Eindruck hat er in der laufenden Spielzeit nicht nur bestätigt, sondern noch mindestens eine Schippe draufgelegt. „Lennart ist auf einem sehr guten Weg. Er hat Tempo, einen tollen Abschluss und ist zudem robuster geworden. Ein Ausnahmespieler in dieser Spielklasse“, beschreibt Trainer Marco Laping die Entwicklung des beidfüßigen Stürmers. Thum erarbeitet sich Chancen oft selbst, wird aber auch von den Kollegen mustergültig in Szene gesetzt.

Nationalspieler Thomas Müller von Bayern München wurde schon öfter als „Raumdeuter“ bezeichnet. Das heißt, er hat ein nahezu untrügliches Gefühl, welchen Raum er gerade besetzen muss oder in welchen Raum der Ball kommt. Einen ähnlichen Instinkt hat auch Lennart Thum, der oft urplötzlich da auftaucht, wo es brennt, und der prima Laufwege anbietet. Hinzu kommt ein exzellenter Torriecher, eine enorme Antrittsschnelligkeit, starke Ballan- und -mitnahme, ein guter erster Kontakt und die Qualität, so beweglich zu sein, dass er von den Abwehrreihen kaum zu kontrollieren, geschweige denn auszuschalten ist. In Zahlen: Der 20-jährige Bad Dürkheimer erzielte in dieser Saison bisher in 19 Oberliga-Partien, in denen er immer in der Startformation stand, 17 Treffer. Damit führt er die Schützenliste der Liga an. Zudem bereitete er fünf Tore vor.

Schalke 04 und Köln angetan von Thum

Klar, dass dies nicht unbemerkt bleibt. Nachdem er im Sommer in Freiburg, Nürnberg und Düsseldorf ein Probetraining absolvierte, trainiert er im Winter bei Schalke 04 und dem 1. FC Köln mit. „Die Resonanz von beiden Vereinen war positiv. Ich soll im Frühjahr beobachtet werden, damit sich die Clubs ein komplettes Bild machen können“, berichtet Thum. Ein angebliches Interesse des Südwest-Regionalligisten Steinbach Haiger ist dem Torjäger allerdings neu. „Davon weiß ich nichts, mit mir hat niemand geredet“, verdeutlicht der Student. Egal, wer letztlich den Zuschlag erhält, für den Mann mit der Nummer 19 dürfte das letzte halbe Jahr beim FC Arminia angebrochen sein. „Ein bisschen Hoffnung gibt es immer, aber wir gehen davon aus, dass er geht“, sagt Laping. Auch Thum will den nächsten Schritt machen und hat eine klare Vorstellung, von dem was wichtig für ihn ist: „Ich muss viel spielen, darf nicht auf der Bank versauern.“

In Landau studiert Thum im ersten Semester Sport und Erdkunde auf Lehramt und ist gerade in einer Prüfungsphase. Zeit für den Fußball bleibt dennoch. Die vom Coach angesprochene verbesserte Robustheit bestätigt der Dürkheimer: „Ich habe mir Fitnessgeräte zugelegt, arbeite damit zusätzlich zum Training. Das zahlt sich aus.“ Einig sind sich der Trainer und der Stürmer, dass die Vorbereitung des Teams auf die Rückserie als gelungen bezeichnet werden kann. „Wir sind in einer guten Verfassung“, sagt Thum. Trotz der 1:3-Niederlage im letzten Testspiel gegen Waldhof II war Laping mit dem Auftritt zufrieden: „Die Abläufe sind bekannt, sie wurden im Winter verfeinert. Die Niederlage kam zur rechten Zeit. Wir haben gesehen, dass Fokus und Griffigkeit da sind, wir aber wieder mehr Schärfe reinbringen müssen.“

Am Samstag, 15 Uhr, wird bei der SV Elversberg II das erste von drei Nachholspielen angepfiffen. Mit einem Sieg kann der FC Arminia den zweiten Tabellenplatz in der Südstaffel festigen. Laping kann aus dem Vollen schöpfen und wartet mit einer Überraschung auf: Fabrizio Moncada übernimmt den frei gewordenen Platz des zu Alemannia Aachen transferierten Ricardo Antonaci auf der Außenbahn. Er spielt links, Pasquale Marsal rückte auf die rechte Seite. Übrigens: Das Hinspiel gegen Elversberg II gewann der FCA 3:2. Zweifacher Torschütze und Vorbereiter des dritten Tores war Lennart Thum …

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