Ludwigshafen Ein Anfang ist gemacht

LUDWIGSHAFEN. Im achten Spiel hat Fußball-Bezirksligist ESV Ludwigshafen erstmals gewonnen. Ob der Erfolg eine Eintagsfliege war oder ob von einer Trendwende gesprochen werden kann, wird sich am Sonntag, 15 Uhr, im Kellerduell beim SV Altdorf-Böbingen zeigen.
„Uns ist ein Stein vom Herzen gefallen“, sagt der Trainer des ESV Ludwigshafen, Markus Rossel, und wirkt erleichtert. Das 3:0 in Billigheim-Ingenheim überrascht auch deshalb, weil es mit dem letzten Aufgebot und Spielern aus der Reserve errungen wurde. „Mir haben zehn Mann aus dem Kader gefehlt“, erklärt der Coach. Zwei von ihnen, Verteidiger Manfred Haberer (32) und Flügelstürmer Manuel Ernst (26), wollen nach Auskunft des Übungsleiters nicht mehr auflaufen, weil sie mit ihrer Einsatzzeit unzufrieden sind. Der trainingsfleißige Haberer bestritt in der vergangenen Saison 27 Partien und stand in dieser Runde an den ersten vier Spieltagen dreimal in der Startelf. Ernst kam im Vorjahr auf 21 Begegnungen und wurde in der Serie 2014/15 zweimal eingewechselt. Rossel sieht vor allem das Mittelfeld im Aufwind. „Ledwina und Rahn harmonieren in der Zentrale immer besser und auf dem Flügel zeigt sowohl bei Kacar als auch bei Specchio die Formkurve nach oben.“ Das gilt auch für den ASV Maxdorf, der zuletzt dreimal gewann und dabei auf 14:3 Treffer kam. Der ASV hat die meisten Tore von allen Klubs erzielt. „Die Mannschaft hat gut gespielt und wieder bei einem Team gewonnen, bei dem es vorher keinen Sieg gab“, freut sich Trainer Oliver Meyer über das 4:1 in Altdorf-Böbingen. Bereits heute, 19 Uhr, kommt der VfB Haßloch zum Kerwespiel nach Maxdorf. Deshalb wurde das Training in dieser Woche auf Montag und Mittwoch verlegt. Die Übungseinheiten leitete Innenverteidiger Rainer Hauck, weil Meyer beruflich unterwegs war. „Wir haben eine nahezu identische Auffassung, setzen auf ähnliche Tugenden und Prinzipien“, sagt der Coach. Gegen „Lieblingsgegner“ VfB Haßloch haben die Maxdorfer nach dem Aufstieg alle vier Partien gewonnen. Für die FG 08 Mutterstadt stehen nach acht Begegnungen schon drei Rote Karten zu Buche. Tomas Kocsis erwischte es beim 0:2 in Gommersheim bereits zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit. „Da muss er sich cleverer verhalten“, rügt Trainer Frank Ritzhaupt, der nach seiner Knieoperation noch immer in der Beobachterrolle ist. Am Samstag, 15 Uhr, wird im Spiel gegen den VTG Queichhambach wieder Dennis Falkenstein das Tor hüten, weil Freddy Tilger-Kuhn für seine Rote Karte gegen Schifferstadt mit einer dreiwöchigen Sperre belegt wurde. „Dennis kann man bedenkenlos bringen“, hat Ritzhaupt Vertrauen in seine Nummer zwei. Vielleicht gelingt es der FG, erstmals in dieser Saison „zu Null“ zu spielen. Bisher gab es bis auf die Begegnung bei der SG Steinfeld/Schweighofen (1:1) immer mindestens zwei Gegentore. (thl)