Ludwigshafen Ehrenhändel am Queckbrunnen

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Dannstadt-Schauernheim. Wie war das eigentlich damals im Mittelalter? Was hatten Ritter an und haben sie wirklich gekämpft? Einen Einblick in die damalige Welt haben Kinder der katholischen Kindertagesstätte (Kita) St. Michael in Dannstadt vergangenen Freitag am Queckbrunnen von den „Böhler Templern“ bekommen. Es war eine Vorbereitung auf den Mittelaltermarkt anlässlich des 1250-jährigen Bestehens der Gemeinde.

Bruder Eric, Bruder Dirk, Söldner Matthias und Magd Tamara machen das Mittelalter lebendig. Nicht einfach mit Geschichten, nein. Die Mitglieder der Mittelalterinteressengemeinschaft „Templer Böhl“ sind gewandet wie die Menschen vor vielen Jahrhunderten und führen den 20 Vorschülern der Kita St. Michael am Queckbrunnen vor, wie das Leben damals ablief. Anlass des besonderen Nachmittags ist der Mittelaltermarkt, der zum 1250-jährigen Bestehen der Gemeinde vom 18. bis 20. August stattfindet. An diesem wird sich auch die Kita St. Michael mit einem Gemüsestand beteiligen, und auf der Spielweise der Einrichtung ist ein Templer-Lager geplant. „Daher ist das Mittelalter derzeit Thema in der Kita“, erzählt Erzieherin Nicole Gospodarczyk. Und was passt da besser, als das Mittelalter einfach in die Gegenwart zu holen? An der historischen Stätte des Queckbrunnens können die Mädchen und Jungen ritterliche Zweikämpfe, Ausrüstung und Freiluft-Küche bestaunen und zum Teil auch selbst ausprobieren. So haben die „Böhler Templer“ extra ein Kinderkettenhemd zum Anprobieren mitgebracht, und Söldner Matthias leitet beim Armbrust- und Bogenschießen an. Bruder Dirk hält einen Schild hin und lässt sich von Schwertschlägen der Jungen „in Grund und Boden rammen“, kommentiert er lachend. Aber hoppla, plötzlich rangeln Bruder Dirk und Bruder Eric. Ein Ehrenhändel ist auszutragen, welcher Ort ist besser: Dannstadt oder Böhl? „Dannstadt!“, rufen die Kinder laut und umringen in sicherem Abstand die Kämpfer. Tapfer verteidigt Bruder Dirk die Ehre Dannstadts. Doch letztendlich muss er sich geschlagen geben. Böhl und Dannstadt sind gleich gut. Derweil plaudert Magd Tamara am Tisch aus dem Küchen-Nähkästchen. Sie führt den Kindern das Arbeitsmaterial aus ihrer Küchenkiste vor und erzählt vom Essen im Mittelalter. Am Schluss zieht Bruder Eric seine vielschichtige Ausrüstung vom Eisenhut bis zum Stoffuntergewand aus und erläutert, wozu jedes der Teile ganz praktisch gedacht ist. Die Kinder dürfen die Einzelteile benennen und erlebten beim Wegtragen staunend, wie schwer so ein Kettenhemd eines Templers doch ist.

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