Ludwigshafen Edle Tropfen und begeisterte Gäste

Großer Andrang herrschte im Gesellschaftshaus der BASF.
Großer Andrang herrschte im Gesellschaftshaus der BASF.

Über 300 Weinliebhaber sind am Freitagabend ins BASF-Gesellschaftshaus gekommen: Hier präsentierte das Barrique-Forum Pfalz 132 Weine von 22 Mitgliedsbetrieben. Bei der Probe konnten auch 26 Große Weine probiert werden.

Bernhard Wolff, der Leiter des Weinkellers der BASF, und seine Mitarbeiterin Kathrin Lucas mussten kräftig mit anpacken. Denn selten war das Interesse an der Präsentation der Großen Weine so groß wie am Freitagabend. Das Barrique-Forum Pfalz ist die einzige deutsche Vereinigung, die sich intensiv der Qualitätssteigerung von Rotweinen widmet. Und doch bietet die Präsentation im Gesellschaftshaus mehr als nur die Möglichkeit, zu riechen und zu schmecken. Die Winzer waren vor Ort, um Rebsorten wie Spätburgunder, Cabernet Sauvignon oder Syrah vorzustellen und ihre Arbeit zu erläutern. Sie unterwerfen sich strengen Regeln, um Rotweine von internationalem Format zu erzeugen. Auch Weißweine waren am Freitag im Angebot. Dabei fand so mancher Gast auch einige besondere Tropfen. So entdeckte Simon Julier einen 2017er Buntsandstein-Riesling vom Weingut Immengarten Hof in Maikammer, den Eva Stöckl ihm in das Stielglas einschenkte. Der Riesling bestach durch seine fruchtig-frischen Aromen. Nur wenige Meter vom Stand der jungen Winzerin entfernt war Thomas Lergenmüller vom Weingut Theodorus in Hainfeld mit einigen Gästen im Gespräch, die seinen Grand Cuvée, ein Verschnitt von Cabernet Franc, Merlot und Saint Laurent, beurteilten. Immer wieder hieß es, die Nase ins Stielglas, dann die Tropfen in den Gaumen, um einen Eindruck vom Wein zu bekommen. Dabei blieb es jedem Besucher überlassen, ob er die Weine tatsächlich verkostete oder wieder ausspuckte. Das Hauptaugenmerk lag bei den Rotweinen. Mit den Großen Weinen wollen sich die Winzer des Barrique-Forums international etablieren. Viele Weinliebhaber waren einfach neugierig, welche Rotweine mit dem Großer-Wein-Siegel ausgezeichnet wurden. 26 Weine hatte die Jury ausgewählt, die ihrer Meinung nach den internationalen Ansprüchen gerecht werden. Dazu gehörten auch die beiden Pinot Noir (Spätburgunder) des Jahrs 2016 aus den Lagen Kirchberg und Guckuckberg in St. Martin, den Susanne Kiefer aus dem Weingut Alois Kiefer ausschenkte. Die meisten Auszeichnungen mit dem Siegel bei der Präsentation hatte das Weingut Karl Wegner (Bad Dürkheim): Vier Rotweine der Sorten Pinot Noir, Merlot und Cabernet Sauvignon aus dem Jahr 2014 konnten hier probiert werden. „Unbeschreiblich“, meinte Friedrich Engel und lobte die Vielfalt der Weine. „Jeder Jahrgang, jede Rebsorte und jede Lage ist anders. Die Weine sind unverwechselbar, das macht es so spannend“, so der Mannheimer.

x