Fußball
Duell der Ungleichen zwischen FSV Schifferstadt und ASV Fußgönheim
Völlig unterschiedlich sind der FSV Schifferstadt und der ASV Fußgönheim, die sich am Sonntag, 15 Uhr, auf der Portheide gegenüberstehen, in die neue Saison der Fußball-Landesliga gestartet. Der FSV feierte zwei Siege, Verbandsliga-Absteiger ASV hat bislang zweimal deutlich verloren. Mit zwei Siegen gehören die Schifferstadter dem Quartett an, das bisher eine weiße Weste vorweisen kann. Der 2:1-Erfolg in Billigheim-Ingenheim lässt aufhorchen.
„Dort sind die Spiele immer schwierig, hitzig und umkämpft, was den Erfolg wertvoll macht. Sechs Punkte sind super, und es gibt auch nur wenig zu kritisieren“, zieht Trainer Christoph Mehrl ein erstes Fazit. Was ihm allerdings nicht gefallen hat, war die Herangehensweise des Teams nach dem Wechsel, als der Sieg trotz einer 2:0-Pausenführung noch in Gefahr geriet. „Wir haben uns zu sehr in die Abwehr drängen lassen und zu wenig in die Offensive investiert“, nennt der Coach den Grund für die schwächeren zweiten 45 Minuten.
Auf der linken Seite klemmt’s
Während der FSV auf der rechten Abwehrseite trotz des Auslandssemesters von Jonas Hafner mit Jonas Hild und Martin Berac, die sich einen spannenden Konkurrenzkampf liefern, stark besetzt ist, klemmt es links. „Philipp Schwind hat einen Ferienjob übernommen, der Schichtdienst beinhaltet. Er fehlt am Sonntag“, bedauert Mehrl. Dies ist umso ärgerlicher, weil Michael Nett nach seinem Kreuzbandriss noch lange nicht fit ist. David Furch, der diese Rolle ebenfalls ausfüllen kann, ist erst seit Kurzem aus dem Urlaub zurück und hat noch Trainingsrückstand. Insgesamt ist der Kader der Schifferstadter aber groß, was dem Trainer mitunter Kopfzerbrechen bereitet. „Pascal Cholewa hat eine sehr gute Vorbereitung abgeliefert, aber zweimal nur auf der Bank gesessen“, spricht der Coach von harten Entscheidungen.
Der ASV Fußgönheim tut sich bislang schwer, hat zweimal mit 2:5 den Kürzeren gezogen. „In Gimbsheim haben wir uns dumm drangestellt und unglücklich verloren. Gegen eine gestandene Landesligamannschaft wie den SVW Mainz haben wir zurecht verloren“, stellt der neue Trainer Benjamin Bischoff ernüchtert fest. Er wolle versuchen, bis zum 31. August noch den einen oder anderen Spieler zu holen, um den Kader nicht nur qualitativ, sondern auch quantitativ zu verbessern. „Ich wusste, dass die Runde schwer werden würde. Der personelle Notstand verschärft unsere Situation noch“, betont der Übungsleiter. Wegen diverser Urlaube sei die Vorbereitung zerstückelt gewesen. Jetzt kämen die Spieler nach und nach zurück.
Ausfälle wiegen schwer
Und als wären die Sorgen nicht groß genug, fallen zwei Säulen teilweise oder gar dauerhaft aus. „Niclas Loch ist wegen seiner Roten Karte bis zum 10. September gesperrt. Und Bozidar Veskovac ist per Amateurvertrag zum Srbia Mannheim gewechselt“, klagt Bischoff über schwerwiegende Ausfälle. Wie sehr der Kader auf Kante genäht ist, belegt die Situation des vergangenen Sonntags. Da liefen die kurz zuvor aus dem Urlaub zurückgekehrten Behzad Rezaei und Leotrin Kqiku quasi ohne Training auf und Adrian Hajdarajs erster Weg nach der Landung führte direkt auf den Sportplatz. „Wir müssen sehen, dass wir die aktuell schwierige Phase einigermaßen überstehen und nicht mehr so viel Lehrgeld bezahlen“, hofft Bischoff, der nicht ausschließt, selbst zu spielen.