Ludwigshafen „DRL ist wie die Champions League“

Da will der VfK 07 Schifferstadt wieder hin: ins Finale der Deutschen Ringerliga. Vergangene Saison standen sich Schifferstadt u
Da will der VfK 07 Schifferstadt wieder hin: ins Finale der Deutschen Ringerliga. Vergangene Saison standen sich Schifferstadt und Ispringen gegenüber. Die Siegertrophäe (im Bild) errang Ispringen.
Mit welchen Gefühlen gehen Sie ins Halbfinale?

Mit sehr positiven, weil das Erreichen des Halbfinals das erhoffte Ergebnis unserer Arbeit ist. Wir haben unsere Fans wieder begeistert und gezeigt, dass der Einzug ins Finale vergangenes Jahr kein Zufall war. Wie sind Sie mit der abgelaufenen Punkterunde zufrieden? Es gab ja einige personelle Veränderungen. Wir haben sehr gute Leistungen gebracht. Die Sportler, die wir neue verpflichtet haben, haben alle gut eingeschlagen. Vor allem Alan Ostaev, der als Dritter der russischen Meisterschaften in seiner Heimat keine große Bedeutung hat, sich durch seine tollen Leistungen in der DRL aber ebenso in die russische Nationalmannschaft gerungen hat wie Dimitri Petaikin. Das zeigt, dass wir die richtigen Entscheidungen getroffen haben. Wie sind die Chancen gegen Nendingen? Es wird ein sehr, sehr enger Kampf, wenn sie wirklich in Bestbesetzung kommen. Wenn sie mit dem dreimaligen Olympiasieger Mijain Lopez gegen unseren Kajaia kommen, mit dem zweimaligen Weltmeister Zhan Belenyuk gegen Ostaev und U23-Weltmeister Daniel Cataraga gegen Kilov Kazbek, dann steht die Crème de la Crème auf der Matte. Ist für den VfK nach dem knapp verpassten Titel im vergangenen Jahr die Meisterschaft jetzt nicht Pflicht? Das wäre vermessen. Die DRL ist für mich wie die Champions League, in der die Besten der Besten gegeneinander antreten. Die anderen Vereine schlafen ja auch nicht. Weingarten war vergangenes Jahr Dritter, hat die Runde als Tabellenerster abgeschlossen. In dieser Liga kann man wirklich froh sein, wenn man das Halbfinale erreicht. Wie waren Sie mit der Zuschauerresonanz zufrieden? Zuschauer können wir eigentlich nie genug haben. Wir wollen, dass die Halle richtig rockt. Teilweise war das ja auch so, wie etwa in den Heimkämpfen gegen Nendingen und gegen Weingarten. Wir hoffen, dass zum Halbfinale noch mehr kommen. Wird des einen Livestream geben? Stand heute, also einen Tag vor den Play-offs, gibt es keinen Livestream vom Halbfinale. Der Kampf ist aber am Sonntag auf sportdeutschland.tv zu sehen. Wie ist der Stand des Rechtsstreits mit dem Deutschen Ringer-Bund (DRB) um die Rechtmäßigkeit von angedrohten Sperren gegen Ringer, die in der DRL antreten? Das Landgericht Nürnberg-Fürth tagte am 13. Dezember und hat dort zu verstehen gegeben, dass das für 13. Februar angekündigte Urteil pro DRL ausfallen wird. Was ich nicht verstehe, ist, dass der DRB alles versucht, die Liga zu verhindern, dann aber hintenrum die DRL-Ringer als Trainingspartner der eigenen Kaderringer benutzt. Dafür müsste ich eigentlich vom DRB Geld verlangen. Wie sehen Sie die Zukunft der DRL? Ich bin davon überzeugt, dass die DRL-Verantwortlichen in sehr engem Kontakt mit anderen Vereinen stehen und dass es Vereine gibt, die mitmachen wollen: Die DRL braucht auch noch mehr Mannschaften. Ein drittes Jahr mit fünf Mannschaften könnte tödlich sein. Nach dem Urteil am 13. Februar kommt sicher einiges in Bewegung. | Interview: Christian Gaier

x