Handball
Dritte Liga: HLZ ohne Abwehrspezialisten gegen den Tabellenzweiten
Es ist ein Bonusspiel in der dritten Handballliga für das HLZ Friesenheim. Am Sonntag haben die Vorderpfälzer den TV Gelnhausen zu Gast (17 Uhr, TVH-Sportzentrum). Die Favoritenrolle ist dabei klar an den Tabellenzweiten aus Gelnhausen vergeben. Schwierig ist für die Gastgeber einmal mehr vor allem das Personalpuzzle, welches unter der Woche zusätzlich erschwert wurde.
Die Personalplanung ist an diesem Wochenende schon schwer genug. „Mit den Eulen, uns, der A-Jugend und der dritten Mannschaft in der Oberliga sind am Wochenende alle Teams im Einsatz“, erläutert HLZ-Trainer Gabriel Schmiedt das Problem. Und nachdem der Abstand in der dritten Liga nach unten aktuell schon einigermaßen beruhigend ist, steht neben der Unterstützung der Zweitligamannschaft mittlerweile der Aufstiegskampf in Liga fünf im Fokus: Dort kann sich die HLZ-Reserve am Sonntag mit einem Sieg bei der TG Osthofen eine gute Ausgangsposition in der Oberliga verschaffen.
Abwehrass ist weg
Umso ärgerlicher, dass den Friesenheim-Hochdorfern in der vergangenen Woche eine Option verloren ging. Abwehrspezialist Roy James wechselte vor dem Stichtag 15. Februar zum Regionalligisten TV Willstätt, dort sieht der 30-Jährige aktuell eine berufliche Perspektive. Auch wenn der Zeitpunkt ein wenig unglücklich ist, eine richtige Entscheidung, sagt Schmiedt. „Wir sind im Guten auseinandergegangen und haben Roy damit einen Wunsch erfüllt.“ Er brauche Spieler, die sich aktuell zu 100 Prozent mit ihrer Aufgabe und dem HLZ identifizieren, und das sei beim Abwehrspezialisten zuletzt nicht mehr der Fall gewesen. „Er wollte frühzeitig aus seinem Vertrag, und so etwas lässt sich dann nicht mehr aufhalten“, erklärte er seine Zustimmung zur Vertragsauflösung, die der sportliche Leiter Thomas Müller letztlich ebenfalls absegnete.
An der Aufgabe am Sonntag ändere sich dadurch ohnehin nichts. Da hat Gelnhausen als Tabellenzweiter ohnehin klar die Favoritenrolle. „Sie spielen eine stabile Runde und wollen ihren zweiten Platz gegen uns absichern“, weiß Schmiedt. Chancenlos sieht er die Gastgeber trotzdem nicht. Und er zieht seinen Optimismus nicht allein aus dem Hinspiel, in dem das HLZ beim 31:31 lange an einem Sieg schnupperte. „Wir haben gegen Gelnhausen zuletzt öfter gut ausgesehen – aber wir haben auch zwei Spiele deutlich verloren.“ Eine Wundertüte also. Und nicht nur Schmiedt hofft, dass es am Sonntag wieder ein Spiel wird, in dem die Friesenheim-Hochdorfer den Favoriten ärgern können – egal in welcher Formation.