Handball
Dritte Liga: Friesenheim-Hochdorf gegen Saarlouis nur Außenseiter
„Für uns ist das ein Kann-Spiel“, erklärt HSG-Mannschaftskapitän Nikola Sorda. Die Favoritenrolle liege klar bei den Gästen. „Aber chancenlos sind wir sicher nicht.“ Die Stimmung bei der vorderpfälzer Spielgemeinschaft könnte nach dem Derbysieg gegen Haßloch kaum besser sein. Sorda bremst jedoch ein wenig: „Wir dürfen dieses Spiel nicht überbewerten. Haßloch spielt aktuell deutlich unter Form.“ Die Punkte nimmt er natürlich trotzdem gerne mit. „Wir halten damit weiter Abstand nach unten.“ Und weiteres Selbstvertrauen bescherte der dritte Saisonsieg im vierten Spiel außerdem. Vielleicht sogar so viel, dass am Freitag gegen Saarlouis der vierte Sieg folgen könnte. Immerhin treten die Gastgeber voraussichtlich in der Formation an, die am Samstag gegen Haßloch siegreich war. Nicht nur deshalb sieht Sorda seine Mannschaft gegen die saarländische Spielgemeinschaft nicht ohne Chance. „Wir haben gegen Saarlouis eigentlich schon immer gut ausgesehen.“
Er weiß dabei aber auch, dass die Gäste nicht mehr mit der Mannschaft der Vorjahre zu vergleichen ist, mit Sam Richard vom VfL Gummersbach und Lars Weissgerber (HSG Wetzlar) unter anderem zwei ehemalige Bundesligisten im Kader stehen und mit Philipp Kessler ein neuer Cheftrainer das Sagen hat. Mit zumindest einer nennenswerten Veränderung: „Früher hat Saarlouis gegen uns immer mit einer 6-0-Abwehr gespielt. Mittlerweile spielen sie mit einer 5-1-Formation.“
Ungewohnter Spieltag
Noch entscheidender ist für Sorda der ungewohnte Freitagsspieltag, der auf Wunsch der Gäste zustande kam. „Normalerweise ist Freitag für uns ein Training mit ein bisschen Anschwitzen mit ein bisschen Fußball für die Stimmung und ein paar Würfen, damit die Schulter locker wird.“ Das entfalle heute. Und auch für die Arbeitnehmer im Kader geht es vom Büroschluss um 16 Uhr teilweise direkt in die Halle. „Damit muss man umgehen können“, sagt er. Immerhin handele es sich aber um ein Heimspiel und er hofft deshalb auch auf die Unterstützung von den Rängen. Immerhin handelt es sich nominell um ein echtes Spitzenspiel, empfängt der Tabellenvierte den Dritten aus dem Saarland, der ebenfalls mit drei Siegen und einer Niederlage in die Saison gestartet ist.
„Saarlouis ist auch auf Grund der Neuzugänge gegen uns sicher in der Favoritenrolle. Aber mit einer guten Abwehr und dem schnellen Spiel nach vorne können wir auch gegen sie etwas mitnehmen“, glaubt Sorda. „Saarlouis gehört nicht zu den Mannschaften, die wir für den Klassenerhalt schlagen müssen. Aber wenn sich die Gelegenheit ergibt, nehmen wir natürlich auch gerne aus diesem Spiel etwas mit.“