Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Dritte Liga: Erste Heimniederlage der mHSG Friesenheim-Hochdorf

Starker Rückhalt: mHSG-Torhüter Roko Peribonio.
Starker Rückhalt: mHSG-Torhüter Roko Peribonio.

Nach zuletzt drei Spielen ohne Niederlage ist jetzt die Serie gerissen. Handball-Drittligist mHSG Friesenheim-Hochdorf musste sich erstmals in der Saison vor eigener Kulisse geschlagen geben.

Das hatte man sich anders vorgestellt. Statt im vierten Spiel in Folge, die nächsten Zähler auf der Habenseite zu verbuchen, gingen die Schützlinge von Cheftrainer Gabriel Schmiedt diesmal leer aus. Vor knapp 100 Zuschauern verlor der Nachwuchs des Handball-Zweitligisten Eulen Ludwigshafen gegen die HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II mit 29:33 (11:17) Toren. Mit 9:5 Zählern verteidigten sie zumindest Platz drei in der Staffel Süd-West.

Seine Miene sprach Bände. Gabriel Schmiedt, der diesmal auf seinen Co-Trainer Malte Metz verzichten musste, war keinesfalls über die 60 Minuten seiner Jungs hocherfreut. „Es war auch heute nicht alles schlecht, aber wir haben nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, meinte Schmiedt. „Es hat von allem etwas gefehlt“. Die Anzahl der technischen Fehler sei diesmal höher als sonst gewesen, „fehlten auch noch die Einstellung und die Konzentration“.

Peribonio stark

Dabei kam die mHSG noch gut in die Partie und war auch in den ersten fünfzehn Spielminuten durch die Tore von Luis Maier gegen die Gäste aus Hessen ebenbürtig. Zwar gingen diese durch den ehemaligen U 19-Nationalspieler Lukas Gümbel mit 4:3 in Führung, aber die Jungs um Kapitän Nikola Sorda blieben am Drücker, als der Kreisläufer selbst zum 5:6 ins leere Tor und Mihailo Ilic zum 7:8 verkürzten.

Dabei durfte sich die Mannschaft noch bei dem überragenden Torhüter Roko Peribonio bedanken, der mit seinen Paraden die Gastgeber im Spiel hielt. So parierte der Routinier zunächst gegen Tizian Weimer, dann gegen Leon Bremond und bewahrte seine Mannschaft vor einem höheren Rückstand. In der Abwehr fehlte die letzte Aggressivität, um die Offensivbemühungen der Gäste früher zu stören und zu verhindern. „Wir waren oftmals einen halben Schritt zu spät“, stellte der gebürtige Slowake fest. Bitter war auch die frühe Rote Karte gegen Gianluca Herbel, der Leon Bremond auf dem linken Flügel beim Sprung stoppte, worauf dieser zu Fall kam.

Rückstand hinterhergelaufen

Die Gastgeber brachten sich selbst aus dem Rhythmus. Nach dem Anschlusstreffer Jan Philipp Winkers zum 9:11 folgt die Sternstunde des Nachwuchses der HSG Wetzlar. Timo Heuft, der lange verletzte Routinier scheiterte gleich doppelt, sowie Simon Schwarz und Nick Haas an dem starken Gästekeeper Marius Göbner. So zogen die Gäste mit einem 5:0-Lauf davon (9:16).

Daran änderte sich in der zweiten Hälfte nicht viel. Die HSG lief einem ständigen Rückstand von vier bis sechs Toren hinterher und konnte trotz der sechs Treffer von Mihailo Ilic nicht die Wende zu erzwingen. „Wir hatten heute keine ideale Abwehr, aber trotzdem hatten wir die Chancen“, kritisierte Schmiedt. Die Gäste stellten die Hausherren immer wieder vor Problemen, die sie nicht lösen konnten. „Diese Situationen werden wir uns nochmals ansehen, um daraus zu lernen. So hat diese Partie zumindest einen Lerneffekt für die kommende Woche“, erklärte Schmiedt. „Die Niederlage ist schade, denn es war mehr drin. Aber heute hat es uns leider erwischt.“ Nach dem Motto: In der Liga reichen nicht 95, sondern zum Sieg sind 105 Prozent nötig.

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