Ludwigshafen Doktor humoris causa: Titel geht an Peter Uebel
Der künftige Würdenträger wurde von Bernd Bauer, Urgestein der närrischen Universität, beim traditionellen „Gockelsessen“ vorgestellt. Dabei lüftete Laudator Bauer einige Geheimnisse des Doktors: So sei er in seiner Jugend mit einem orange-farbenen Zündapp-Mofa mit Franz-Josef-Strauß Aufkleber herumgefahren – während seine Altersgenossen „Stoppt Strauß“-Aufkleber hatten. Der Geehrte habe sich auch ernsthaft überlegt, Pfarrer zu werden. Wäre da nicht das Zölibat im Wege gestanden. Nach einem sehr guten Abitur studierte er Medizin. Erst in Homburg, dann in Heidelberg. „Wie viele Studenten hat unser Mann erst im Ausland studiert, er ging ins Saarland“, brachte Bauer die Gäste zum Schmunzeln. Als er berichtete, dass der neue Mann auch eine Organisation in Ludwigshafen gegründet hat, die kranken Menschen hilft, die keine Krankenversicherung haben, da lag die Lösung schon auf der Hand. Bei den Street Docs arbeitet Uebel selbst mit, nicht nur als Arzt, sondern auch als Organisator. „Den ersten Doktortitel hat er selbst geschafft. Denn er hat eine Methode entwickelt, wie mit Hilfe von Ultraschall eine Blinddarm-Diagnose erstellt werden kann.“ Nun soll noch ein närrischer Titel dazu kommen.
Aber Uebel hat noch einen anderen Wirkungskreis. Das ist die Politik, wo er sich für die CDU engagiert. „Die Karriere ging da auch ziemlich schnell. Vermutlich, weil die Leute meinen, einem Doktor könne man vertrauen“, sagte Bauer. Der Aspirant für den närrischen Titel wird nun am 20. Januar beim „närrischen Staatsempfang“ seine Doktorarbeit vorstellen. Uebel folgt als Titelträger auf Landrat Clemens Körner (CDU), der 2020 ausgezeichnet wurde.