Bezirksliga intern RHEINPFALZ Plus Artikel Die starken „Sechser“ beim Ludwigshafener SC

Sechs Treffer in sieben Spielen: Mittelfeldspieler Nicolas Lamberty (links) mausert sich beim LSC zum Torjäger.
Sechs Treffer in sieben Spielen: Mittelfeldspieler Nicolas Lamberty (links) mausert sich beim LSC zum Torjäger.

Der Ludwigshafener SC ist mit zehn Punkten aus den letzten vier Partien so etwas wie die Mannschaft der Stunde in der Bezirksliga Vorderpfalz. Für den derzeitigen Höhenflug gibt es viele Gründe. Die prägnantesten sind dabei die Mittelfeldspieler des LSC.

Der Saisonstart des Teams von LSC-Coach Sören Breininger war alles andere als gelungen. Drei Niederlagen in den ersten fünf Begegnungen waren zu wenig für die Ansprüche von Team und Trainer. „Wir hatten viele Urlauber. Dann kamen Kranke und Verletzte hinzu. Deswegen sind die Ergebnisse nicht ausgefallen, wie wir das wollten“, erklärt Mittelfeldmann Nicolas Lamberty den verpatzen Start in die Runde.

Breininger sah sich – in Absprache mit seinem Trainerteam – gezwungen, etwas zu verändern. „Wir haben umgestellt. Von einer auf zwei Spitzen und in der Abwehr agieren wir nun mit Dreierkette“, berichtet Breininger. Gleich zwei Akteure profitieren von der Umstellung. Zum einen Dominik Amoako, eigentlich gelernter „Sechser“, spielt mittlerweile neben Nicolai Maillet im Sturm. Und das durchaus erfolgreich. Fünf Mal traf der neue Angreifer bereits.

Lambertys Laufwege werden belohnt

Einmal mehr traf Nicolas Lamberty, der im neuen System ebenfalls mehr zur Geltung kommt. „Wir gehen eher durchs Zentrum. Ich fühle mich durch die Dreierkette sicherer und schalte mich mehr mit nach vorne ein“, sagt der 21-Jährige. Besonders seine Ausflüge in die Offensive dürften mittlerweile gefürchtet sein. Sechs Treffer erzielte der „Sechser“ in sieben Begegnungen bereits. Jetzt schon mehr als in der kompletten vergangenen Saison. „Die Laufwege mache ich schon immer. Dieses Jahr werden sie belohnt“, freut sich Lamberty, der bei der Berufsgenossenschaft ein duales Studium absolviert. Er habe für solche Situationen ein Näschen, lobt LSC-Trainer Breininger.

Kein Wunder. In seiner Jugend wurde Lamberty als Stürmer eingesetzt, berichtet der „Sechser“. „Da habe ich auch oft das Tor getroffen. Im Herrenfußball benötigte ich noch etwas Anlaufzeit. Mittlerweile bin ich angekommen“, sagt der Student selbstbewusst. Das kann er auch sein. Auch sein Coach ist zufrieden mit der Leistung des defensiven Mittelfeldspielers. „Er ist sehr wichtig für unser Spiel. Er tritt dominanter auf als in der letzten Saison“, sagt der Coach des LSC. Zudem sei Lamberty nicht auf sich fixiert. „Er denkt ans Kollektiv. Er ist ein idealer Mannschaftsspieler“, schwärmt Breininger.

Skifahren als zweite Leidenschaft

Zu Beginn der Spielzeit musste der Trainer urlaubsbedingt noch auf seinen Mittelfeldspieler verzichten. Und auch in der Wintervorbereitung dürfte Lamberty ob seiner zweiten Passion, dem Skifahren, erneut kurzzeitig fehlen. Dieses Jahr war er im Februar in Ischgl. Das Skifahren selbst lernte er im Allgäu. „Wir gehen mit der Familie immer über Silvester ins Allgäu und fahren Ski“, berichtet Lamberty. Die Fußballschuhe zieht er den Skischuhen dennoch vor. Wer mag es dem LSC-Torjäger aus dem Mittelfeld verdenken.

Mehr zum Thema
x