Wochenspiegel RHEINPFALZ Plus Artikel Die Ludwigshafener Wochenendkolumne: Ein Motto für die Stadt und ein defekter Aufzug

Motto beim Leerstandsfestival „Nukleus“.
Motto beim Leerstandsfestival »Nukleus«. Foto: KUNZ

Motto 2020: Das geht jeden an

60 Veranstaltungen bei freiem Eintritt, 80 Talk-Gäste aus neun Städten und über 1000 Besucher – das Leerstandsfestival Nukleus war dieses Jahr einer der Lichtblicke in Lu. Diskutiert wurden einen Monat lang bis 31. Oktober die Themen Leerstandsbespielung, die Zwischennutzung und Möglichkeiten zivilgesellschaftlicher Stadtgestaltung. Die Formate wurden durch ein künstlerisches Programm mit Ausstellungen und Konzerten ergänzt. Zudem wurden über den kompletten Zeitraum sogenannte Best-Practice-Beispiele aus der Region sowie positive Beispiele aus anderen Kommunen vorgestellt. Es ging um ein „City Upgrade LU“, um die Rolle von Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft oder bildungsorientierte Angebote als Motor für kulturelle Stadt(teil)entwicklung. Bei all den schlechten Nachrichten rund um den Zustand der maroden Hochstraßen, bei all der Kritik am Management der Krise, würde man sich wünschen, die Menschen vor Ort würden das Nukleus-Motto für 2020 grundsätzlich verinnerlichen und – wo möglich – mithelfen, die Talfahrt zu beenden. „Es ist deine Stadt, mach was draus.“ Da ist nicht nur die Politik, da ist jeder Einzelne gefragt.

Aufzug: Das geht die Bahn an

Einzig und allein die Deutsche Bahn ist nach wie vor am Bahnhof Mitte gefragt. Vergangene Woche schrieben wir daher an dieser Stelle noch flapsig, die Bahn habe sich vielleicht im Jahr vertan, als sie ankündigte, der Aufzug an Gleis 1 werde bis Weihnachten repariert. Inzwischen steht fest: Lustig ist das überhaupt nicht mehr. Die Deutsche Bahn hat die inzwischen dritte Frist – oder war es sogar schon die vierte? – zur Reparatur des Aufzugs verstreichen lassen. Dieses Mal sei Vandalismus daran schuld gewesen. Mag sein. Aber das Ende der Baustelle nun „auf unbestimmte Zeit“ zu verschieben, ist beinahe unverschämt. Eine Auswertung des Bayerischen Rundfunks hat kürzlich ergeben, dass knapp die Hälfte der bundesweit 2000 betrachteten Fahrstühle an Bahnhöfen innerhalb eines Jahres mindestens eine Woche lang ausgefallen ist. Etwa 300 Aufzüge seien sogar vier Wochen oder länger außer Betrieb gewesen. Der Bahnhof in Mitte scheint bei der Betrachtung nicht aufzutauchen. Dabei wäre er mit inzwischen acht Monaten außer Betrieb eine traurige Bestätigung der Recherche.

Fußweg zum Römig: Das ist endlich fertig

Gut, zugegeben, so ganz fertig ist der Fußweg aus Ruchheim zum Römig noch nicht. Die Ampel geht verspätet erst im Januar in Betrieb. Doch der Kraftakt, einen sicheren Weg für die im Gewerbegebiet Beschäftigten anzubieten, ist geglückt. Endlich. Eine positive Nachricht zum Jahresende, finden

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