Ludwigshafen Die Linke fordert Seniorentaxi für Ludwigshafen
Die Linken-Stadtratsfraktion fordert ein Seniorentaxi für Ludwigshafen. „Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie haben Menschen ab 60 das Problem, zum Arzt, zu wichtigen Terminen oder anderen Anlässen zuverlässig und sicher zu gelangen“, sagt Fraktionsvorsitzender Liborio Ciccarello und verweist auf „Menschenmengen in Bus und Bahn und an Haltestellen“. Hinzu komme, dass Krankenkassen in den vergangenen Jahren die Ausstellung von Transportscheinen für Arzt- und Behandlungsbesuche „extrem erschwert haben“. Manche Arztpraxen würden wegen des hohen Bürokratieaufwands gar keine Transportscheine mehr ausstellen. Ein Taxi könnten sich die meisten Senioren „angesichts einer Durchschnittsrente in Deutschland von knapp mehr als 900 Euro“ nicht leisten, sagt Ciccarello.
Verweis auf Tübinger Beispiel
Für das Seniorentaxi verweist er als Beispiel auf ein in Tübingen praktiziertes Modell. Dort gebe es einen Sammel-Anruf-Mietwagen. Dieser wird laut Ciccarello von den Stadtwerken Tübingen zur Verfügung gestellt. „Hier können sich Menschen ab 60 Tag und Nacht unter einer zentralen Rufnummer telefonisch melden und werden dann mit einem Pkw oder Kleinbus abgeholt“, sagt der Fraktionsvorsitzende. Die Fahrt koste genauso viel, wie ein Ticket für den Öffentlichen Nahverkehr. Liborio Ciccarello sagt: „Die Stadtverwaltung verfügt über entsprechende Fahrzeuge und Mitarbeiter mit Personenbeförderungsschein.“