Ludwigshafen Der große Tag des Markus Hopfinger

Ludwigshafen. Im Lokalderby der Handball-Pfalzliga unterlag Gastgeber TV Ruchheim dem TSV Iggelheim mit 21:31 (9:16). Die schwache Chancenverwertung verhinderte ein besseres Ergebnis der Gastgeber. Der Sieg des Tabellenzweiten geht aber in Ordnung.
TSV-Torhüter Markus Hopfinger war der Mann des Spiels. Nicht genug, dass er mit 22 Paraden maßgeblichen Anteil am Erfolg seiner Mannschaft hatte, der Torwart erzielte mit seinem weiten Abwurf Sekunden vor Schluss den 21:31-Endstand. „Er hat uns von Anfang an im Spiel gehalten“, lobte Iggelheims Trainer Axel Wilbrandt. Damit meinte er die Anfangsphase, in der die Gastgeber bis zum 4:3 (7.) ständig vorlegten, und sich bis zur 17. Minute (8:8) zumindest nicht abschütteln ließen. Zufrieden war TV-Trainer Horst Senk damit nicht: „Wir wollten am Anfang zu schnell zu viel, haben uns nicht an unser Konzept gehalten und dann unsere Chancen nicht verwertet. Mit so einer Leistung kannst Du dieses Spiel nicht gewinnen“, haderte er. Zumal die Ruchheimer sich nach dem 8:8 durch Zweitmannschaftsspieler Jan Reuther erst einmal eine neunminütige Torflaute gönnten. Drei technische Fehler, zwei Zeitspiele und vier Hopfinger-Paraden später stand es 8:13 für keineswegs überragend, aber doch zumindest solide Gäste, die sich bis zur Halbzeit mit sieben Toren absetzten. Trotzdem hätte die Partie im zweiten Durchgang noch zweimal kippen können. Zum einen gleich nach der Pause: Acht Minuten benötigte der Tabellenzweite beim Drittletzten für zwei Treffer. Ruchheim verkürzte den Rückstand auf fünf Treffer und vergab bis zum 14:19 (40.) sieben beste Chancen, den Favoriten weiter zu kitzeln. Und auch nach der schweren Verletzung Nico Fohs, der zehn Minuten vor Schluss mit dem Verdacht auf Handgelenkbruch ausschied, bangte TSV-Trainer Wilbrandt. „Es ist immer eine Frage, wie eine Mannschaft mit so einer schweren Verletzung umgeht. Das hätte noch einmal zu einem Bruch im Spiel führen können“, erklärte er. Der befürchtete Einbruch kam nicht. Im Gegenteil. Souverän spielten die Gäste die Partie zu Ende und Hopfinger setzte den Schlusspunkt. „In den vergangenen Jahren haben wir uns in Ruchheim immer schwerer getan“, freute sich Wilbrandt deshalb über den Sieg. (env)