Fussball
Der ASV Fußgönheim II langt in der B-Klasse zu
„Es war eine etwas unglückliche Niederlage, weil wir mit unseren Chancen sehr großzügig umgegangen sind. Dazu haben wir ein Freistoßtor aus fast 40 Metern hinnehmen müssen“, sagt Trainer Matthias Bonifer. Außerdem werden wohl maximal zwei Teams der Südstaffel die B-Klasse verlassen müssen. Der Abstand zum Vorletzten SV Studernheim ist mit neun Punkten komfortabel. „An Studernheim habe ich gute Erinnerungen. Mit dem SVS bin ich 2018 in die B-Klasse aufgestiegen. Wir haben 132 Tore erzielt“, wirft Bonifer ein.
Dem Übungsleiter liegt etwas anderes am Herzen. „In der Hauptrunde wurden 40 Gelbe, acht Gelb-Rote und eine Rote Karte gegen unsere Spieler gezogen. Da gab es viel Unruhe, deshalb müssen wir hier ansetzen“, fordert Bonifer. Der Kader hat sich auch gewaltig verändert und das liegt nicht nur daran, dass drei A-Junioren aushelfen und zwei neue Akteure gekommen sind. „Zehn Spieler haben sich im Winter abgemeldet, die Pässe sind aber noch hier. Drei von ihnen wollen wieder bei uns beginnen“, informiert der 43 Jahre alte Bonifer.
Multikulti-Team aus 19 Spielern
Sein Aufgebot umfasst 19 Spieler, wobei Schichtarbeiter, Selbstständige und auswärts Arbeitende dafür sorgen, dass nur acht bis zwölf Spieler zum Training kommen. „Die Einheiten am Dienstag haben wir ersatzlos gestrichen, weil wir da oft nur fünf Spieler waren“, verdeutlicht Bonifer, der Wert auf Passübungen und Abschlüsse legt. Mitunter trainiert die Reserve – ein Multikultiteam mit Deutschen, Türken, jeweils einem Aserbaidschaner, Syrer, Nigerianer und Albaner – gemeinsam mit der Verbandsliga-Mannschaft.
Ob der Coach des ASV Fußgönheim II auch in der kommenden Saison Matthias Bonifer heißt, ist offen. „Was nach der Runde wird, bespreche ich mit den Vereinsverantwortlichen. Wichtig für eine Verlängerung und somit eine dritte Spielzeit in Fußgönheim sei die Perspektive. Sollten sich Club und Übungsleiter nicht einigen, wäre Bonifer dennoch nicht völlig ohne Trainerjob. „Ich bin Co-Trainer bei der U17 des FFC Niederkirchen, wo meine Tochter Laura spielt“, erläutert der Vater. Der Frankenthaler und gelernte Bäcker, der als Lkw-Fahrer Isoliermaterial transportiert, ist Fußballer durch und durch. Er trug das Trikot des VfR Frankenthal, Viktoria Lambsheim, SV Horchheim, MSV Ludwigshafen, TuS Rüssingen und VfB Iggelheim. „In Lambsheim war ich dreimal Torschützenkönig“, erinnert sich Mittelfeldspieler Bonifer, der einen unglaublichen Torriecher hatte.