Ludwigshafen Den Glauben verloren

Ludwigshafen (koep). Der Fußball-Verbandsligist Ludwigshafener SC kann nach der 0:4 (0:2)-Niederlage gegen den SC Idar-Oberstein den Abstieg in die Landesliga Ost nur noch theoretisch verhindern.
Sichtlich bedient stand LSC-Trainer Antonio De Simone nach dem Schlusspfiff am Spielfeldrand. Völlig chancenlos hatte sich seine Mannschaft in den 90 Minuten zuvor gegen die Gäste aus Idar-Oberstein präsentiert. „Die Leistung war, wie schon die vergangenen Wochen, katastrophal“, fand er deutliche Worte und ergänzte: „Die Mannschaft hat sich bereits mit dem Abstieg abgefunden, aber es geht doch auch um die Ehre. Man kann absteigen, aber man muss sich nicht abschlachten lassen“, schnaubte er. In der Tat: Bis auf die ersten zehn Minuten nach dem Seitenwechsel erweckte seine Mannschaft nicht den Eindruck, als wolle oder könnte sie gegen den drohenden Abstieg ankämpfen. Es lief gerade einmal die sechste Minute, als Cesar Mbachu zur Führung für die Gäste einschieben durfte. Glück für den LSC, dass Schlussmann Claudius Kuntz einen Strafstoß von Lucas Alves da Silva sehenswert parieren konnte (21.). Pech allerdings, dass Idar-Oberstein Versäumtes nur fünf Minuten später nachholte: Per Konter, bei dem der Ball wie an der Schnur gezogen über die Stationen Alex Xavier Do Nasciemento, Alves da Silva und Alexander Davidenko schließlich bei Thiemo Stavridis landete – 2:0 (26.). Eine entsprechende Reaktion des LSC folgte nicht. De Simone wechselte in der Pause zweimal. Für Onur Yildirim kam Dominik Jolic ins Team, Berkant Sahin ersetze Kyriakos Papadopoulos. „Ich war mit mehreren Spielern unzufrieden, aber mit diesen ganz besonders“, erklärte De Simone. Die beiden Wechsel sollten, wie angedeutet, für die ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit etwas mehr Schwung ins LSC-Spiel bringen. Mehr als einen Torschuss von Sahin brachten die Gastgeber, denen generell die nötige Durchschlagskraft fehlte, aber nicht zu Stande. Der Gegner hingegen agierte deutlich cleverer: Nach formidabler Flanke von Mbachu erzielte der emsig agierende Stavridis seinen zweiten Treffer – 0:3 (71.). In der 77. Minute markierte Abwehrchef Paulo Silva De Souza das 0:4. „Wenn Bernd Fröhlich nicht hinten drin stehen würde, hätten wir noch das eine oder andere Tor mehr bekommen“, hob De Simone seinen gut abräumenden Innenverteidiger hervor. SO SPIELTEN SIE Ludwigshafener SC: Kuntz - Zühlsdorff, Aydin, Fröhlich, Coskun – Erik Rehhäußer, Yildirim (46. Dominik Jolic) – Papadopoulos (46. Sahin), Feßler – Jubin, Jens Rehhäußer (78. Mitov).