Ludwigshafen Demo von Corona-Gegnern in Ludwigshafen und Mannheim – Polizei im Einsatz
Nach RHEINPFALZ-Informationen wollen Kritiker und Gegner der Corona-Politik am Freitagmorgen in Ludwigshafen wie auch in Mannheim unter anderem gegen angebliche Zwangsimpfungen und eine Maskenpflicht demonstrieren und dazu auch Flugblätter verteilen. Protestiert werden soll unter anderem vor Schulen, aber auch an anderen Plätzen. In Ludwigshafen sind vier Standorte im Gespräch, einer davon direkt vor dem Rathaus. Das bestätigte Rüdiger Stein vom Netzwerk gegen rechte Gewalt und Rassismus mit Verweis auf Messengerdienste wie Telegram, über die sich die Kritiker der Corona-Auflagen verabredet hätten.
Impfgegner, Esoteriker, Rechtsextreme
Dahinter stecken nach Erkenntnissen des Gewerkschafters Impfgegner, Esoteriker, aber auch Rechtsextreme. Eine der Gruppen, die zu den Protesten aufrufen, sind die „Patrioten in Mannheim und Umgebung“ mit nach eigenen Angaben rund 150 Mitgliedern. In Ludwigshafen demonstriert werden soll dem Gruppen-Chatverlauf zufolge in der Lutherstraße 14 (Mitte, 9.30 bis 10.30 Uhr), am Rathausplatz (Mitte, 10.40 bis 11.30 Uhr), in der Schlesierstraße 58 (Gartenstadt, 11.50 bis 13 Uhr) und in der Mittelstraße 2 (Maudach, 13.30 bis 14.30 Uhr). Wörtlich heißt es: „Methode: kurze Auftritte, Flyer, Plakate, Aufmerksamkeit erregen, weiter ziehen, die Menschen sollen uns wahrnehmen.“
Wird es Gegendemos geben?
Zu den Demonstranten sollen auch Mitglieder einer Gruppe „Eltern stehen auf“ und unterschiedliche Gruppierungen der „Corona-Verschwörungstheoretiker-Szene“ in der Rhein-Neckar Region zählen, berichtet Stein. Der Frankenthaler ist Regionsgeschäftsführer des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) Vorderpfalz. Ob das Netzwerk gegen rechte Gewalt und Rassismus Gegendemonstrationen organisieren wird, sei noch unklar und „in der Absprache“, sagte Stein am Donnerstag.
Polizei an allen Standorten präsent
Wie die Polizei will auch die Stadt als zuständige Versammlungsbehörde mit Ordnungskräften an den Veranstaltungsplätzen Präsenz zeigen. „Wir sind vor Ort und schauen uns das an“, sagte Rathaussprecher Florian Bittler. Die Kundgebungen seien ordnungsgemäß angezeigt worden – für jeweils zehn Leute pro Standort. Die aktuelle Corona-Verordnung des Landes müsse von den Demonstranten eingehalten werden. Eine Sprecherin des Polizeipräsidiums bestätigte „Einsatzmaßnahmen“ der Polizei, ohne konkreter zu werden. „Die Polizei Ludwigshafen hat für Freitag einen Einsatz geplant und wird an den genannten Örtlichkeiten im Einsatz sein“, sagte ein Sprecherin des Polizeipräsidiums Rheinpfalz .
Demo vor Speyerer Dom
Gegner von Corona-Auflagen aus einer „Querdenker“-Gruppe hatten bereits am Mittwoch in Speyer vor dem Dom demonstriert. Die Anmeldung sei kurzfristig gekommen, die Kundgebung genehmigt gewesen, teilte die Speyerer Stadtverwaltung mit. Sie spricht von rund 150 Teilnehmern, keinen größeren Zwischenfällen, aber einer aufgeheizten Stimmung. Zu den Auflagen der Freiluft-Veranstaltung hätten Abstandsvorschriften, aber keine Maskenpflicht gehört. Die Organisatoren hätten eine erneute Kundgebung in Speyer angekündigt. Dann würden die Auflagen seitens der Stadt voraussichtlich erhöht, eventuell mit Maskenpflicht. Denn vor allem direkt vor und nach der Kundgebung seien die Auflagen am Mittwoch „nicht ganz so gut eingehalten“ worden.
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